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aktualisiert: 21. Juli 2005
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Prädestination (Vorherbestimmung)
VERSCHIEDENE AUSLEGUNGSMÖGLICHKEITEN Das Wort "Prädestination", das auch in der Bibel vorkommt, wird auf zwei verschiedene Weisen verstanden.
Die einfache Prädestination heißt, dass Gott im vorhinein die erwählt, die zu ihm kommen werden. Doppelte Prädestination bedeutet, dass Gott im vorhinein die erwählt, die zum Himmel oder zur Hölle bestimmt sind. Im Rest dieser Abhandlung wird das Wort "Prädestination" in dieser zweiten Weise verwendet. Innerhalb des zweiten Verständnisses gibt es drei Hauptvertreter: Augustinus (354-430): Augustinus war der Erste, der eine systematische Lehre der Prädestination entwickelte. Er sah sich gezwungen, den Gedanken der unverdienten und willkürlichen Gnade Gottes zu verteidigen, dies führte ihn dazu, die Lehre der Prädestination zu entwickeln. In "Ad Simplicianum" beschreibt er seine Gedanken über Römer 5,12 und Kapitel 9.
Des weiteren erklärt er, dass Gott so viele Menschen für sein Reich bestimmt, wie Engel vom Glauben abfielen. (Glaube, Hoffnung und Liebe / Enchiridion de fide, spe et caritate / IX, 29) Luther (1483-1546): Luther, der ein Mönch des Augustinerordens war, baute auf seine Lehre auf und entwickelte diese - mehr als tausend Jahre später - weiter. In seinem berühmtesten Werk "Vom unfreien Willen" schreibt er:
Calvin (1509-1564): Calvins Lehre gewann durch die Anerkennung seiner Lehre auf der Synode von Dortrecht (1618/1619) in den Niederlanden viel Einfluss. Dort wurde sie zur offiziellen Lehre der Reformierten..
Gott ist ewig. Er ist nicht wie Menschen an die Zeit gebunden. Für ihn ist alles Gegenwart. Weil er weiß, wer sich für ihn entscheiden wird, kann er auch Menschen erwählen und dazu bestimmen, seine gehorsamen Kinder zu werden..
Beide Verse gehören inhaltlich zusammen. In Vers 29 wird ausgedrückt, dass Gott entsprechend seines Vorherwissens erwählt. Das heißt, dass Gott nicht willkürlich, sondern aufgrund der Entscheidung der Menschen, die er schon vorher kennt, erwählt.
Gott würde gern alle Menschen erwählen und retten, um mit ihnen auf ewig zusammen sein zu können, aber er zwingt niemanden dazu, mit ihm eine Beziehung einzugehen.
In der Bibel finden wir eindeutige Stellen, dass es Gottes Wille ist, dass jeder gerettet wird, aber dass Menschen den freien Willen haben sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Wenn Gott nicht den freien Willen des Menschen berücksichtigen würde, wäre die Hölle leer, weil Gott jeden retten würde.
Das Ziel dieser Welt Gott schuf die Welt aus Liebe. Er wollte seine Liebe mit Menschen teilen. Deshalb schuf er uns und wir sollen heilig sein, wie auch er heilig ist (1 Petrus 1,16). Gott wollte niemals, dass Menschen sündigen. Die Tatsache, dass Menschen ungehorsam waren und gegen Gott sündigten, ist völlig abnormal. Das ursprüngliche Ziel war es, eine Beziehung mit dem Schöpfer zu haben. Wir wissen, dass Gott Liebe und Gerechtigkeit ist und auch alle anderen Tugenden in seinem Wesen vereinigt sind. Deshalb war auch sein Plan, die Welt zu schaffen, rein. Er liebt seine Wesen, die er schuf. Wenn er entschieden hätte, dass alles nach seinem Willen unverändert fortbestehen soll, dann wäre sein Plan - eine Welt voll von Liebe und Frieden - erfüllt worden und würde bis heute noch bestehen. Weil er aber den freien Willen des Menschen akzeptiert, konnte durch die Entscheidung des Menschen Sünde in die Welt kommen. Die Lehre der Prädestination sagt dann in Wirklichkeit, dass Gott schon die Sünde im vorhinein plante und wollte, dass die Masse der Menschen in die Hölle geht. Das würde Gott zum Urheber der Sünde machen. Noch bevor sie geboren sind, entscheidet Gott, dass sie niemals die Chance haben werden, gerettet zu sein (lt. Calvin).
Wir finden in der Bibel oft die Aufforderung: Bekehrt euch! Das setzt auch voraus, dass es möglich sein muss! Wenn er uns ruft: "Bekehrt euch!" befiehlt er nicht, aber er ermuntert, fragt, fordert auf, bittet inständig. Für den Allmächtigen ist es keine Demütigung uns zu fragen - denn er ist vollkommen demütig: "Wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2 Korinther 5,20) Beziehung, Liebe und Wille Das Ziel woraufhin Menschen geschaffen wurden ist, in einer Beziehung zu Gott zu stehen (Johannes 17,3). Die wichtigsten Charakteristiken für eine Beziehung sind Liebe und ein freier Wille. Wenn jemand dazu gezwungen wird, mit einem anderen Menschen zusammen leben zu müssen, ist es nicht ein Ausdruck einer tiefen Liebe, die diese Menschen verbindet. Eine Beziehung ist dann ein Ausdruck der Liebe, wenn beide Parteien auch die Möglichkeit haben, sich für oder gegen diese Beziehung zu entscheiden. Wenn man den Willen eines anderen steuern kann, wird er zu einem Roboter. Roboter tun das wozu sie gemacht wurden. Gott schuf aber nicht Roboter, sondern Menschen, die vor der Entscheidung stehen, ob sie Gott lieben möchten oder nicht.
Auch nach dem Sündenfall ist es möglich, nicht in Sünden versklavt zu sein, sondern über sie zu herrschen. SCHLUSSFOLGERUNGEN AUS DIESER LEHRE
STELLEN, DIE DEN FREIEN WILLEN AUSZUSCHLIESSEN SCHEINEN Wir sind uns dessen bewusst, wie schwer es jemand, der an diese Lehre gewöhnt ist, empfindet, wenn er einige Passagen des Neuen Testamentes liest. Den wirklichen Sinn der Verse zu verstehen, welche wie Prädestination klingen, würde eine tiefere Auseinandersetzung erfordern. Nichtsdestoweniger ist es wesentlich sich im Gedächtnis zu behalten, was wir über Gottes Wesen wissen. Schließlich gibt es im Alten und Neuen Testament viele andere Ausdrücke, welche nicht wörtlich verstanden werden können.
Wo liegt der Schwerpunkt der Aussage in Vers 4? Betonen wir, dass er "uns erwählt hat", dann könnte man es wie Calvin verstehen. Die Sache sieht aber ganz anders aus, wenn wir lesen: "Denn in ihm hat er uns erwählt...". Gewichten wir die Aussage so, dann steht in diesem Vers nichts anderes als in Johannes 3,16. Dort ist die Rede davon, dass Gott jeden, der an seinen Sohn glaubt, retten will, während die, die ihn ablehnen, verloren gehen. In der Sprache von Epheser 1,4 bedeutet das, dass er uns in Christus erwählt hat -aber eben nur in Christus. Dieser Gedanke findet sich auch in den Versen 3,5 und 11. Das heißt also, wenn wir nicht zu Christus kommen, stellen wir uns außerhalb der Erwählung und Bestimmung Gottes. Die Lehre von der Erwählung bzw. Vorherbestimmung in Christus ist in dieser Form nur ein anderer Ausdruck dafür, dass wir nur durch die Gnade Gottes errettet werden, die ihren Grund nicht in unseren Werken, sondern allein im Erbarmen Gottes mit uns hat. Diese Gnade ist aber für alle Menschen offen (1 Timotheus 2,4), nicht nur für eine von vornherein feststehende Zahl, wie es der Calvinismus behauptet.
Am Anfang des Kapitels schreibt Paulus über Jesus, dass er sich selbst erniedrigte und immer darauf bedacht war, sein Leben ganz in den Dienst für andere zu stellen. Deshalb wurde ihm die Herrlichkeit gegeben, die ihm gebührt.
In Vers 12 erklärt Paulus weiter: "daher" sollt ihr alles tun, was in euren Kräften steht, um an der Beziehung zu Gott fest zu halten und das Ziel zu erreichen. Es ist klar, dass für diese Entscheidung unser Wille und unsere Kraft nie ausreichen würden. Deshalb sollen wir uns mit "Furcht und Zittern" an Gott wenden. Mit diesem Ausdruck wird die Ehre, Ernsthaftigkeit, Achtung und das Bewusstsein ausgedrückt, was es bedeutet, vor dem allmächtigen Gott zu stehen (Vers 12), der unseren kleinen Willen stärkt (Vers 13). Er kann uns die Kraft und den Willen für unser Tun geben. Man darf Vers 13 nicht falsch verstehen, diese Worte bedeuten nicht, dass der Mensch keinen Einfluss auf seinen eigenen Willen hätte, sonst hätte Paulus nie geschrieben "bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern". Das tun zu können, setzt einen freien Willen voraus. Am Anfang von Vers 13 steht "Denn Gott ist es, der in euch wirkt". Er möchte damit sagen, warum wir uns mit Furcht und Zittern an Gott wenden sollen, nämlich weil er derjenige ist, der uns helfen kann. (1)
Jesus hatte gerade vorher ausgedrückt, dass er das wahre Brot ist und ewiges Leben gibt und deshalb die Menschen an ihn glauben sollen. Sie sollen ihm als Messias folgen. Den Juden war es immer klar, dass sie nur Gott folgen sollten. Deshalb war es ihnen besonders schwer, den Anspruch Jesu (ihm zu folgen) zu akzeptieren. Aus diesem Grund betont Jesus die starke Einheit, die zwischen ihm und dem Vater, den sie schon kannten, besteht. Der Ausdruck, dass der Vater eine Person zieht, soll verdeutlichen, wie jemand zu Jesus kommt, sagt aber nicht aus, dass Gott nicht willig wäre, jeden Menschen zu ziehen, wenn er bereit wäre, ihm zu folgen. Noch ein paar Gedanken zum Zusammenhang: Die Aussage Jesu ist eine direkte Reaktion zur teilweise ablehnenden, teilweise enttäuschenden Frage in Vers 42:
Es wäre völlig zusammenhangslos, hätte Jesus geantwortet; ihr habt keine Möglichkeit der Entscheidung oder der Vater prädestiniert die Menschen, die eine Beziehung mit ihm haben können. Aber die Reaktion der Menschen zeigt, dass sie verstanden, dass Jesus beansprucht, der Sohn Gottes zu sein, der vom Himmel herabkam und in vollkommener Einheit mit dem Vater ist. In Vers 45 setzt er for:
Diese Verse sprechen über das richtige Verständnis von der Offenbarung Gottes und der richtigen Einstellung zum Messias, d.h. zu Jesus. Jeder wird dazu gerufen, nicht nur eine Elite von Menschen, die es noch nicht wissen.
Das Problem der Juden (besonders 9,1-8.30-33) Die Juden verließen sich auf das Gesetz und den ihnen gegebenen Verheißungen in einer formalistischen und nicht geistlichen Weise (Lukas 3,8). Sie hörten nicht auf Jesus (Johannes 8,39). Das hatte einen scheinbaren Widerspruch zur Folge. Die Heiden fanden Erlösung, obwohl sie nicht danach suchten und die Juden, die unermüdlich der Erlösung nachjagten, konnten sie nicht finden (Römer 9,30-32). Paulus löst diesen "Widerspruch" im 9. Kapitel des Römerbriefes in dem er sagt, dass ein Mensch mit seiner Aktivität nicht den Maßstab für Gerechtigkeit bestimmen kann. Er beginnt mit dem Thema der Verheißung. Zum Text im Einzelnen In Vs. 1-5 beschreibt Paulus, was Israel alles empfing: die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesschließungen, die Gesetzgebung, der Gottesdienst und die Verheißungen, dass der Messias aus den Juden kommen wird. Juden sehen diese Dinge als Garantie für ihre Erlösung. Trotzdem behauptet Paulus (Vs 1-3), dass die meisten unter ihnen nicht errettet sind. Den Juden erscheint das als ein Widerspruch. Paulus drückt in der rhetorischen Frage aus (V. 6 - ist Gottes Wort hinfällig geworden?), was die Reaktion der Juden auf diesen Widerspruch ist. Auf der einen Seite erhielten sie die Verheißungen und auf der anderen Seite werden die meisten Juden nicht erlöst werden. V. 6 Ist Gottes Wort hinfällig? Nein, aber es ist nicht das Entscheidenste, ein Nachkomme, sondern Gott gegenüber gehorsam zu sein - ein Kind der Verheißung, das als Abrahams Erbe zählt (V. 7). Vs 9-13: Paulus schreibt über Isaak und Jakob. Jakob ist ein besonders gutes Beispiel dafür, dass die Verheißung nicht nach menschlichen Maßstäben übertragen wurde. Esau war der Erstgeborene und entsprechend der Überlieferung wäre er der Erbe der Verheißung gewesen. Die Wirklichkeit sah aber anders aus. Daran ist gut sichtbar, dass Gott sich das Recht vorbehält zu entscheiden, wer der Träger der Verheißung werden soll. Paulus spricht hier grundsätzlich über die Frage der geistlichen Aufgaben im Erlösungsplan. "Denn als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten"(V.11) Gott entschied, dass Esau Jakob dienen sollte. Diese Unterordnung Esaus Jakob gegenüber drückt sicher nicht aus, dass Gott im vorhinein bestimmt hatte, wer errettet und wer verdammt werden sollte, aber dass Gott schon vor ihrer Geburt entschied, wer der Träger der Verheißung sein würde. Dadurch konnte sich Jakob nicht rühmen, dass er es durch Werke erlangt habe (V. 12). Oft interpretieren Menschen Vers 13 in der Weise, dass es Rebekka schon vor der Geburt ihrer Zwillinge offenbart wurde, dass Gott Jakob lieben und Esau hassen wird. Das ist falsch, Vers 13 ist ein Zitat aus Maleachi 1,1-5 und einige Jahrhunderte nach dem Tod Esaus und Jakobs geschrieben. Dieser Text sagt nur aus, dass Gott das Volk Esaus (die Edomiter) verworfen hatte, weil sie eine feindliche Gesinnung gegenüber Israel von Anfang an hatten (Numeri 20,14-21). Wieder ist es nicht Esaus persönliches Schicksal, das hier zum Thema gemacht wird, sondern das Schicksal der Edomiter als Volk. Paulus zitiert Maleachi um zu zeigen, dass Israel (Jakobs Nachkommen) die Erwählten sind. Verse 14-16 Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne, weil er entsprechend seines Maßstabes erwählt und nicht entsprechend menschlicher Erwartungen und Maßstäbe. Er hat das Recht, den zu bestimmen, der der Träger der Verheißung werden soll. Verse 17-19: Die Erlösung des Pharaos ist hier nicht das Thema, sondern das Zugeständnis, dass er das Volk aus Ägypten ziehen ließ. Gottes Plan geht in Erfüllung, auch wenn z.B. der Pharao sich völlig gegen das Volk stellt. Niemand kann Gottes Plan für die Menschheit aufhalten. Auch wenn der Pharao den Israeliten erlaubt hätte, Ägypten zu verlassen, hätte er seinen Glauben nicht verändert, sondern seinen Götzendienst weiterhin fortgesetzt. Gott hat den Menschen so geschaffen, dass er sich selbst verhärtet, wenn er Gott ablehnt. In diesem Beispiel wird deutlich, dass Paulus nicht erklären möchte, warum der Pharao verdammt und damit nicht von Gott erwählt wird, sondern er will seine Bosheit, sich gegen das Jüdische Volk aufzulehnen, herausstreichen. Verse 20-24: Paulus leitet die folgenden Gedanken von Jeremia 18,1-10 ab: Ein Töpfer formt den Ton. Es scheint, als ob er sieht, wie Menschen handeln und er dementsprechend seine Gefäße formt. Aber hier passiert noch mehr. Der Töpfer baut sogar aus den zerfallenen Gefäßen neue, die zur Herrlichkeit bestimmt sind. Das heißt, dass dieser Text sehr klar gegen Prädestination spricht und Gottes Barmherzigkeit und Gnade zum Ausdruck kommen. Paulus bearbeitet dieses Gleichnis auf zwei verschiedene Weisen - Verse 20-21 und 22-24. Beide Ansichten sind weder völlig unabhängig voneinander, noch bezieht Paulus alle Aspekte mit ein. Ein Motiv ist in zwei verschieden Weisen umgesetzt. Zuerst spricht Paulus in den Versen 20-21 davon, dass man Gott nicht für die Art, wie er uns geschaffen hat, kritisieren kann. Der Töpfer hat das Recht Gefäße zu schaffen, die für ehrenvollen und unehrenvollen Gebrauch bestimmt sind. Es ist wichtig zu sehen, dass beide Gefäße - für ehrenvollen und unehrenvollen Gebrauch in einem Haushalt ihren Zweck erfüllen. Das heißt, dass diese Verse nicht über Erlösung oder Verdammung sprechen, sondern über die Bestimmung der Gefäße für einen wichtigen oder weniger wichtigen Zweck. Gott hat also das Recht zu entscheiden, wer Träger wichtiger oder weniger wichtiger Aufgaben sein soll. In den Versen 22-24 spricht Paulus über Gefäße, die zur Verdammung und zur Verherrlichung bestimmt sind. Die Gefäße zur Verherrlichung identifiziert er mit den Juden- und Heidenchristen. Gefäße zur Verdammnis sind diese, die sich gegen Gott entschieden haben. Dass Menschen sich selbst gegen Gott entschieden haben, steht nicht ausdrücklich hier im Text, wir gehen aber davon aus, weil es durch andere Stellen bestätigt wird. Wir sehen, dass Paulus hier das Thema der Erlösung berührt. Er möchte nicht sagen, dass wir unsere Erlösung nicht beeinflussen könnten, sondern, dass der Mensch sich Gott unterordnen soll, den Weg zu gehen, den Gott im vorhinein bereitet hat (V. 23). Es ist schwer, einen klaren Übergang zwischen beiden Themen - Erlösung und Erwählung zu sehen. Gottes Erhabenheit wird betont, nicht, weil Gott willkürlich über das Erlöstsein eines Menschen entscheidet, sondern weil sich der Mensch Gott unterordnen und den Weg, der in Christus für uns bereitet ist, gehen soll. Wenn wir die Verse in Jeremia lesen, die hier zitiert werden, dann können wir sehen, dass die freie Entscheidung der Juden, Gott zu dienen oder nicht, vorausgesetzt wird. Die Juden können nicht völlig mit einem Gefäße verglichen werden, das in schlechter Weise gemacht wurde und deshalb Gott sie als jüdische Nation verworfen und ein anderes Volk erwählt hat. Dieses Bild erreicht seine Grenzen, auch schon deshalb, weil der Ton, im Gegensatz zum Menschen, keinen freien Willen hat. Wenn Gott etwas schafft, dann wird es nicht misslingen. Die Verunstaltung der Gefäße war nicht das Werk des Töpfers, sondern der Gefäße selbst. Deshalb können wir dieses Gleichnis nicht in absoluter Weise übertragen. Es ist eindeutig, dass Paulus dieses Gleichnis im Lichte Jeremias betrachtete. FUßNOTE1. Zurück Das Zusammenspiel zwischen dem Handeln Gottes und unserem eigenen wird auch in Hebräer 13,21 ausgedrückt. |
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