Was-CHRISTEN.-glauben.info..aktualisiert: 21. Juli 2005
Über uns . Themen . Schreib uns! . Sprachen

MARTIN LUTHERS LEHREN
(Fortsetzung)

MARTIN LUTHER LEHRTE UNBIBLISCHES ÜBER MARIA

Jungfräulichkeit Marias auch IN der Geburt (dadurch auch Leugnung der wahren Menschheit Jesu):

Ich glaube, dass er mir geboren ist von der reinen Jungfrau Maria ohne allen Schaden ihrer leiblichen und geistlichen Jungfrauschaft, auf dass er nach der Ordnung väterlicher Barmherzigkeit meine und aller seiner Gläubigen sündliche und verdammte Geburt gesegnet, unschädlich und rein machte.(15)
Diese Jungfrau kennt keinen Verlust der Jungfräulichkeit. Sie bleibt unverletzt und keusch.(16)
Das ist also das Zeichen: hier steht eine Schwangere. Wenn es umgekehrt würde, wäre es deutscher und deutlicher. Eine schwangere und gebärende "Jungfrau vor, in und nach der Geburt". Dieser unser Glaubensartikel ist ein göttliches Wunder. ... So bezeugt es der Prophet, dass dieser der Immanuel sei, geboren aus der "Jungfrau vor, in und nach der Geburt".(17)
Hier müssen die Mutter und dieser Sohn den Namen haben, als seien sie unrein, als habe das Gesetz sie getroffen. Denn obschon dieses Gebot mit den vierzig Tagen alle anderen Mütter und Kinder trifft, so trifft's doch diese Mutter und dies Kind nicht. Denn das Gesetz sagt: Alles Männliche, das die Mutter zuerst gebiert. Das Gebären ist (aber) allein von denen gesagt, die die Jungfrauschaft verloren und von einem Mann ein Kind haben. Das ist dieser Mutter (aber) nicht geschehen; denn sie ist in der Geburt und nach der Geburt, wie sie Jungfrau war vor der Empfängnis und Geburt, also auch geblieben. Und ist ihr kein Schaden, weder am Leibe noch an der Junfrauschaft widerfahren. Andern Weibern kommt's nicht mit Lachen oder Kurzweil an, sondern sie müssen Angst und Schmerzen fühlen, wie Gott zu Eva sagte: "Mit Schmerzen sollst du deine Kinder gebären!" (1.Mose 3,16) Aber hier ist es ohne Schmerzen und Versehrung zugegangen, und eitel Freude gewesen, da sie das Kind geboren hat.(18)

Luther argumentiert nicht und erklärt nicht, sondern er stellt seinen Hörern die erstmals im Protoevangelium des Jakobus, einer apokryphen Schrift, bezeugten Lehre, dass Maria auch während ihrer Geburt ihre Jungfräulichkeit bewahrt hat, wie eine Tatsache vor Augen. Seine Aussführungen haben ernsthafte Konsequenzen, sowohl was Maria als auch was Jesus betrifft. Da Maria und Jesus Menschen waren, waren sie wie jeder andere Mensch allen biologischen und physikalischen Gesetzen unterworfen. Wenn nun Jesus bzw. Maria wirkliche Menschen waren, konnte Maria nach der Geburt Jesu nicht mehr Jungfrau bleiben. Außerdem ist es unverständlich, warum man über so ein "wunderbares" Ereignis nur aus einer apokryphen Quelle weiß, während die beiden Evangelisten, die in langen Kapiteln über Geburt und Kindheit Jesu berichten, auf diese angebliche Tatsache in keiner Weise hinweisen. Aber offensichtlich war diese "Tatsache" nicht einmal den gnostischen Doketisten bekannt, welche darin ein starkes Argument für ihre Lehre gefunden hätten, nach der Jesus keinen materiellen Leib, sondern nur einen Scheinleib hatte. Es wäre auch eine kühne Annahme, dass eine wahre Lehre so sehr mit einer der größten Irrlehren übereinstimmen würde.

Zurück zum Beginn

FORTSETZUNG - LUTHER HATTE EINE UNMENSCHLICHE HALTUNG GEGENÜBER DEN JUDEN UND LUTHER FORDERTE IM BAUERNKRIEG DIE FÜRSTEN ZUR BRUTALITÄT GEGEN DIE BAUERN AUF

FUSSNOTEN
15. Zurück Eine kurze Form des Glaubensbekentnisses 1520: Luther Deutsch, hsg. Kurt Aland, Bd. 6, Stuttgart 2. Auflage 1966, S. 19; vgl. WA 7,117
16. Zurück Predigt vom 24. Dezember 1528; Marienlob der Reformatoren S. 50; vgl. WA 27,475,25f
17. Zurück Predigt vom 24. Dezember 1540; Marienlob der Reformatoren S. 53; vgl. WA 49,182f
18. Zurück Predigt auf das Fest der Opferung Christi im Tempel, in Eisleben gehalten, 2. Februar 1546: Marienlob der Reformatoren, S. 53-54; vgl. WA 51,167,28-40


[Startseite] [Seitenanfang] [Themen]



Internet: was-christen-glauben.info

wir (*aet*) was-christen-glauben (*punkt*) info

Falls nicht anders angegeben, wird die Bibel nach der Elberfelder Übersetzung zitiert.
Wir stimmen zu, dass auf anderen Internetseiten Links zu unserer Homepage gesetzt werden.
Jede andere Anwendung ist an unsere Erlaubnis gebunden!
[IE6 or higher][1024x768][Full Screen(F11)]



O B E N