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aktualisiert: 21. Juli 2005
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MARTIN LUTHERS LEHREN
Jungfräulichkeit Marias auch IN der Geburt (dadurch auch Leugnung der wahren Menschheit Jesu):
Luther argumentiert nicht und erklärt nicht, sondern er stellt seinen Hörern die erstmals im Protoevangelium des Jakobus, einer apokryphen Schrift, bezeugten Lehre, dass Maria auch während ihrer Geburt ihre Jungfräulichkeit bewahrt hat, wie eine Tatsache vor Augen. Seine Aussführungen haben ernsthafte Konsequenzen, sowohl was Maria als auch was Jesus betrifft. Da Maria und Jesus Menschen waren, waren sie wie jeder andere Mensch allen biologischen und physikalischen Gesetzen unterworfen. Wenn nun Jesus bzw. Maria wirkliche Menschen waren, konnte Maria nach der Geburt Jesu nicht mehr Jungfrau bleiben. Außerdem ist es unverständlich, warum man über so ein "wunderbares" Ereignis nur aus einer apokryphen Quelle weiß, während die beiden Evangelisten, die in langen Kapiteln über Geburt und Kindheit Jesu berichten, auf diese angebliche Tatsache in keiner Weise hinweisen. Aber offensichtlich war diese "Tatsache" nicht einmal den gnostischen Doketisten bekannt, welche darin ein starkes Argument für ihre Lehre gefunden hätten, nach der Jesus keinen materiellen Leib, sondern nur einen Scheinleib hatte. Es wäre auch eine kühne Annahme, dass eine wahre Lehre so sehr mit einer der größten Irrlehren übereinstimmen würde. Zurück zum BeginnFUSSNOTEN 15. Zurück Eine kurze Form des Glaubensbekentnisses 1520: Luther Deutsch, hsg. Kurt Aland, Bd. 6, Stuttgart 2. Auflage 1966, S. 19; vgl. WA 7,117 16. Zurück Predigt vom 24. Dezember 1528; Marienlob der Reformatoren S. 50; vgl. WA 27,475,25f 17. Zurück Predigt vom 24. Dezember 1540; Marienlob der Reformatoren S. 53; vgl. WA 49,182f 18. Zurück Predigt auf das Fest der Opferung Christi im Tempel, in Eisleben gehalten, 2. Februar 1546: Marienlob der Reformatoren, S. 53-54; vgl. WA 51,167,28-40 |
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