Was-CHRISTEN
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aktualisiert: 21. Juli 2005
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"Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre ..." (1. Timotheus 4,16) ... über die Gefahr von Irrlehren
Das Wesen des Christentums, was Christen glauben und was sie hoffen, ist definiert in der Person Jesu Christi. Wer etwas anderes lehrt als das, was Jesus gelehrt hat, missachtet seine Autorität und so die Autorität Gottes. Das zeigt den Hochmut von Irrlehrern und es wird verständlich, warum das Neue Testament so scharfe Worte gegen sie verwendet. Heutzutage findet man unter Theologen oft die Meinung, dass viele Berichte über Jesu Leben eher Legenden und die Mehrheit der Jesus zugeschriebenen Worte, die uns überliefert wurden, in Wirklichkeit das Produkt der frommen Fantasie seiner Anhänger sind. So haben sie "guten" Grund, das Neue Testament nicht so ernst zu nehmen, eine gute Ausrede, den Worten der Heiligen Schrift nicht zu gehorchen und so bauen sie sich ihre eigene Religion. Ungeachtet dessen, dass sog. liberale Theologen die Pastoralbriefe(1) ganz selbstverständlich für nicht authentisch halten, wird sich die Wahrheit der Worte Pauli gegen Irrlehrer in eben diesen Briefen an ihnen als wahr erweisen, wie auch das, was er in Galaterbrief 1,8-9 schreibt:
Es gibt viele Menschen, die meinen, die Lehre sei nicht so wichtig. Oft kommt dieses Denken daher, dass sie sich selbst und auch die Anderen nicht beurteilen wollen und die Argumentation lautet, dass wir doch das Denken des Anderen tolerieren müssen und dass man die Wahrheit doch sowieso nicht erkennen kann. Jesus aber sagt im Johannesevangelium:
Wie wichtig die richtige Lehre tatsächlich ist, wird, so hoffen wir, durch die folgenden Gedanken verständlich werden. DIE LEHRE JESU IST GOTTES WAHRHEIT
In dem, was Jesus hier sagt, betont er, dass Gott selbst der Ursprung seiner Lehre ist. Was er sagt ist das, was Gott sagt. Durch die Worte Jesu können wir das Wesen Gottes und seinen Willen kennenlernen, wofür die wichtigste Voraussetzung die Bereitschaft zum Handeln nach Gottes Willen ist. WER FALSCHE LEHREN HAT, EHRT GOTT NICHT Jesus warnte seine Jünger, sich vor dem Sauerteig der Sadduzäer und Pharisäer zu hüten (Matthäus 16,6.12) und meinte damit deren Lehre. Er verwendete auch folgendes Zitat aus dem Alten Testament:
Jesus nennt es nicht nur vergeblichen Gottesdienst, er bezeichnet die Schriftgelehrten und Pharisäer auch als Heuchler:
Was Jesus sehr häufig kritisiert, sind Zusätze zur Hl. Schrift aus der Tradition. Jede Lehre, die vom biblischen Fundament abweicht, ist ein Menschengebot, das Menschen erfunden haben, die andere Ziele verfolgen, als Gott zu dienen. Irrlehren sind ein Resultat von Ungehorsam und können so nicht die Beziehung zu Gott zur Folge haben. Wenn jemand an Irrlehren festhält, obwohl ihm die richtige Lehre erklärt wurde, dann führt das zur Zerstörung der Beziehung mit Gott. Die Lehre ist ein Ausdruck des Wesens Gottes. Daher führt eine falsche Lehre zu einem falschen Gottesbild. LEHRE UND LEBEN SIND ENG VERBUNDEN Es gibt verschiedene Beispiele, welche diese Tatsache veranschaulichen.
Wenn zum Beispiel jemand dieses Gleichnis als auf Christen bezogen versteht, wie man es nicht selten hört, wird sich sein Verständnis von Christentum mehr oder weniger auf Einsatz im sozialen Bereich beschränken. Aber in diesem Gleichnis spricht Jesus von Menschen, die ihn nicht kennen, die sich wundern, wieso sie das Gute, das sie getan haben, Jesus getan haben. Ein Christ weiß, dass er mit allem, was er tut, Jesus dient. Jesus sagt hier also etwas zu der Frage, was in Ewigkeit mit denen wird, die ihn hier auf Erden nicht kennengelernt haben, worauf auch das griechische Wort ethnoi (Nationen) in Vers 32 hinweist. Die Juden unterschieden auch sprachlich zwischen dem/ihrem Volk (griechisch: laos) und den Völkern (griechisch: ethnoi)/allen Anderen, wie es z.B. aus Apostelgeschichte 26:17 ersichtlich wird. Wir als Christen sind Botschafter an Christi Statt (2. Korinther 5,20), die sich in diesen Dienst gestellt wissen, Gott den Menschen durch die Verbreitung der Lehre Jesu und ein heiliges Leben nahe zu bringen. Das Gleichnis über das Unkraut und den Weizen ist ein weiteres interessantes Beispiel:
Heute beziehen viele Menschen dieses Gleichnis auf die Kirche. Sie wollen es als ein Argument dafür verwenden, dass Gläubige und Ungläubige gemeinsam in der Gemeinde sein können, und dass erst am Ende der Zeit klar wird, wer wirklich zu Gott gehört und wer nicht. Sie wollen damit begründen, dass ein Christ sich von Ungläubigen nicht abgrenzen oder gar andere beurteilen soll, da am Ende der Zeit Gott richten wird. Wenn man ein wenig weiter liest, kann man sehen, dass Jesus hier von etwas anderem spricht. Er erklärte, dass der Acker für die Welt steht, und in der Welt leben Gerechte und Gottlose miteinander, obwohl Gott alle gut gemacht hat. Gott will nicht alle Ungehorsamen von der Erde ausrotten. Er hat jedem den freien Willen geschenkt, sein Leben zu leben, bis er stirbt, egal welchen Weg er gewählt hat. Wir können von anderen neutestamentlichen Stellen sehen, dass ein Christ keine geistliche Gemeinschaft mit Ungläubigen haben kann.
IRRLEHREN HABEN SAUERTEIGWIRKUNG Deshalb warnt uns die Schrift...
Wir dürfen dieses Zitat nicht egozentrisch verstehen. Es geht nicht um die Lehre, die wir 2000 Jahre nach Jesus gehört haben, sondern um die, die die Christen in Rom im 1. Jahrhundert gehört haben. In seinem Brief an Titus schreibt Paulus:
IRRLEHREN FÜHREN MENSCHEN IN DIE IRRE Man versucht, die Wahrheit an Vorstellungen, die für die Menschen frömmer scheinen, die ansprechender oder bequemer sind, die ihnen mehr "Sicherheit" geben oder Kompromisse ermöglichen, anzupassen.
Irrlehren verbreiten sich oft schnell. Der breite Weg ist eben leichter zu gehen - aber führt ins Verderben. Im Neuen Testament wird die Gemeinschaft mit Irrlehrern klar abgelehnt:
In neutestamentlicher Zeit war Gastfreundschaft Ehrensache, auch für Christen. "Grüßen" war damit verbunden, denjenigen ins Haus aufzunehmen und gemeinsam zu essen und zu reden. Johannes lehnt diese Gemeinschaft im Falle von Irrlehrern ab; Christen sollen deutlich zeigen, dass sie sich von jeder falschen Lehre distanzieren, denn was haben die Wahrheit und die Verdrehung der Wahrheit gemeinsam? Jeder Christ wird darin eifrig sein, die richtige Lehre kennen zu lernen. Das ist Ausdruck seiner Liebe zur Wahrheit und schafft die Grundlage, um auf dem schmalen Weg voranzuschreiten. Daher ermahnt Paulus die Christen:
Wenn jemand sich nicht bewusst vom Wort Gottes führen lässt, braucht er sich nicht zu wundern, wenn er verführt wird. Schon Trägheit im Nachdenken öffnet Tür und Tor für den Einfluss falscher Lehren. "HABE ACHT AUF DICH SELBST UND AUF DIE LEHRE; BEHARRE IN DIESEN DINGEN! DENN WENN DU DIES TUST, SO WIRST DU SOWOHL DICH SELBST ERRETTEN ALS AUCH DIE, DIE DICH HÖREN." (1. Timotheus 4,16) FUSSNOTEN1. Zurück Pastoralbriefe: Briefe von Paulus, die sich mit dem praktischen Leben der Kirche beschäftigen nämlich der 1. und 2. Timotheusbrief so wie der Titusbrief |
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