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aktualisiert: 16. Dezember 2005
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Wahrer Islam - wahre Hingabe
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!
Nach dem Zeugnis des Qur'an ist die wahre Religion die Religion des Islam, das heisst der Hingabe, der Gottergebenheit. Es ist der Glaube, den Abraham hatte, Isaak, Jakob, Mose, die Propheten und Jesus, der Sohn der Maria. Wer sich Gott von ganzem Herzen hingeben will, folgt daher dem Beispiel Abrahams und der Propheten, dem Beispiel Jesu von Nazareth. Sie waren die wahren Muslime, die Gott Ergebenen, durch die der Allmächtige zur Welt gesprochen hat, seinen Willen und sein Wesen geoffenbart hat. Ihrer Hingabe zu folgen ist der wahre Islam, vollkommene Ergebenheit in den Willen des alleinzigen Gottes.
Wer sich Gott ergeben will, folgt dem Wort der Thora, der Propheten und den Worten Jesu, der die Thora bestätigte. Ein wahrer Muslim will die ganze Offenbarung Gottes kennen lernen und kommt daher an der Thora, den Propheten und dem Evangelium nicht vorbei. Er gehorcht den Worten Jesu. Nur so eröffnet sich für ihn die Leitung und das Licht des Allmächtigen, wie es auch diese Schriften selbst bezeugen:
Der Qur'an bezeugt also einmütig mit den Schriften des Alten und des Neuen Testaments, dass wir in der Thora und im Evangelium das Licht und Weisung finden. Was kann also einen Muslim noch hindern, die ganze Offenbarung Gottes kennen zu lernen und sich intensiv dem Studium der Worte der Thora und des Evangeliums zu widmen? WAS HEISST HINGABE? Zu Abraham sprach Gott:
Für Abraham bedeutete Hingabe Leben in der Gegenwart Gottes und Streben nach einem untadeligen Leben. In der Thora finden wir folgendes Gebot:
Durch den Propheten Micha sprach Gott:
Jesus bestätigte das Gebot der Thora, indem er es das grösste Gebot nannte:
Das Leben Jesu war die grösste Verwirklichung dieses Gebotes. Die Liebe zu Gott erfüllte ihn durch und durch. Er blieb Gott in allem treu und konnte - im Gegensatz zu allen anderen Menschen - ohne hochmütig zu sein, seinen Gegnern sagen:Wer von euch überführt mich einer Sünde? (Johannes 8,46) Jesus verwirklichte die Güte und Barmherzigkeit Gottes, was auch im Leben seiner Nachfolger sichtbar war, wie auch der Qur'an bezeugt: Dann liessen Wir unsere Gedanken ihren Spuren folgen; und Wir liessen (ihnen) Jesus, den Sohn der Maria folgen, und Wir gaben ihm das Evangelium. Und in die Herzen derer, die ihm folgten, legten Wir Güte und Barmherzigkeit. (Sura 57: Al-Hadid <Das Eisen>, 27) Die Bibel beschreibt die Verwirklichung dieser Güte und Barmherzigkeit im Leben der Nachfolger Jesu folgendermassen:
Hingabe an Gott bedeutete für die ersten Christen auch Hingabe an die Brüder. Deswegen lebten sie in täglicher Gemeinschaft und teilten ihre Güter miteinander.
Selbst als sich das offizielle Christentum immer mehr der Welt anpasste und den Weg Jesu verliess, gab es noch treue Nachfolger Jesu, die ihrem Gott im täglichen gemeinsamen Lesen der Schrift und Gebet die Treue hielt: Sie sind nicht (alle) gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es (auch) eine Gemeinschaft, die stets die Verse Allahs zur Zeit der Nacht verlesen und sich dabei niederwerfen. (113) Diese glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und gebieten das, was Rechtens ist, und diese gehören zu den Rechtschaffenen. (114) (Sura 3: Al- �Imran <Das Haus �Imran> 113-114) DIE "FÜNF SÄULEN" DES ISLAM Nach der islamischen Tradition verwirklicht sich der Islam, die Hingabe an Gott, vor allem in der Verwirklichung der "fünf Säulen":(2):
Was hat uns Gott durch seinen Propheten Jesus zu diesen fünf Punkten verkündet und welche Entsprechungen finden wir im Leben der ersten Christen dazu? 1) Das Bekenntnis zur Einheit und Einzigkeit Gottes ist die bleibende Grundlage der Lehre Jesu und seiner Jünger. Es gibt keinen anderen Gott ausser dem einen und einzigen, der das Universum geschaffen hat, sich Abraham, Isaak und Jakob und allen Propheten geoffenbart hat und der die Menschen am Jüngsten Tage richten wird. Niemals hat ein Jünger Jesu Jesus als Gott neben Gott angenommen (wie Sure 5,116 suggeriert). Wir glauben an den "seligen und alleinigen Machthaber, den König der Könige und Herren der Herren, der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat und auch nicht sehen kann, dem Ehre und ewige Macht gebührt." (1 Timotheus 6,15-16)(3) Das Bekenntnis zur Einheit und Einzigkeit Gottes erfolgt unter Christen aber nicht durch rituelle Rezitation, sondern durch ein Leben nach seinen Geboten und durch das beständige Bemühen, andere zur Erkenntnis Gottes und zu einem Leben nach seinem Willen zu führen. None Das Bekenntnis zum Propheten Muhammad war allen Muslimen (= Gott ergebenen Menschen) von Abraham bis ins 7. Jahrhundert nach Christus hinein unbekannt, da Muhammad ja erst später kam. Seit Jesus war aber den Gläubigen klar, dass die Offenbarung Gottes in Jesus ihren abschliessenden Höhepunkt erfahren hat und keine neue Offenbarung mehr zu erwarten ist. Jesus hat seinen Jüngern verheissen, dass er ihnen den Heiligen Geist senden werde: "Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." (Johannes 14,26) Diese Verheissung hat Jesus an seinen Jüngern ca. 50 Tage später erfüllt. Der Heilige Geist hat die Jünger zu einem tieferen Verständnis der Worte Jesu geführt, an die er sie erinnert hat.(4) 2) Das Gebet ist die tägliche Grundlage des geistlichen Lebens jedes Gläubigen.
Jesus selbst lebte aus dem Gebet. Immer wieder suchte er die Nähe seines Vaters:
Seine Jünger folgten seinem Beispiel:
Für die ersten und alle späteren Christen war das Gebet Basis und Ausdruck der bleibenden Gemeinschaft mit Gott. Geistliches Leben bedeutet Beziehung zu Gott, der uns liebt. Durch unser Gebet erwidern wir unsere Liebe zu ihm. Deswegen lässt sich dieses Gebet nicht in die starren Formen eines Rituals pressen. Liebe überwindet jedes Ritual. Das Gebet Jesu und das Gebet seiner Nachfolger ist nicht an bestimmte Formen, Orte, Zeiten und Gebetsrichtungen gebunden. Der ewige Gott umgibt uns beständig. Seine Liebe zu preisen ist Inhalt all unserer Worte und unseres ganzen Lebens. 3) Christen kennen keine Armensteuer. Das Alte Testament kannte verschiedene Regelungen für die Versorgung der Armen. So sollte etwa jedes dritte Jahr der gesamte Zehnte den Armen zur Verfügung stehen (Deuteronomium 14,28-29). Grundsätzlich galt: Deinem Bruder, deinem Elenden und deinem Armen in deinem Land sollst du deine Hand weit öffnen! (Deuteronomium 15,11) Die Gläubigen des Neuen Testaments gingen über diese Regelung noch weit hinaus. Die Liebe Gottes, die ihre Herzen erfüllte, drängte sie, ihren armen Brüdern und Schwestern nicht nur Almosen zu geben, sondern mit ihnen zu teilen:
Wenn daher verschiedene "christliche" Gruppen späterer Zeit den Zehnten des Alten Testaments wieder eingeführt haben, so haben sie das Niveau des Neuen Testaments verlassen. Ebenso ist auch die Zakat, so positiv sie sich auch in verschiedenen islamischen Völkern ausgewirkt haben mag, ein Rückschritt im Vergleich zum Mass der Hingabe, die wir im Neuen Testament finden. Die Hingabe des Christen wird von der Liebe geleitet und lässt sich nicht durch Prozentsätze regulieren. 4) Fasten ist im Neuen Testament nicht durch ein Gesetz geregelt. Jesus widersprach dem offen zur Schau getragenen Fasten der Pharisäer:
Gott will unsere ganze Hingabe und Liebe, die jeden Tag, das ganze Jahr lang für Ihn und für den Dienst an den Brüdern da ist. Diese Hingabe bedeutet auch Disziplin. Der Geist des Christen steht über seinem Körper und überwindet dessen Begierden. Wir geniessen unsere Speisen mit Dankbarkeit, in dem Bewusstsein, auch verzichten zu können, wenn es die uns von Gott gegebenen Aufgaben erfordern. Diese Disziplin bestimmt unser Leben unabhängig von der Tages- und Jahreszeit. Suchtgifte (wie Nikotin) haben überdies ohnehin keinen Platz im Leben des Christen.
5) Für die Gläubigen des Alten Testaments gab es die Vorschrift, dreimal im Jahr nach Jerusalem zu pilgern:
Zur Zeit Jesu gab es zwischen den Juden und den Samaritern Streit darüber, wo denn diese Stätte sei, "die der Herr erwählen wird". Die Juden pilgerten nach Jerusalem, für die Samariter war der Berg Garizim der Berg der Anbetung Gottes. Jesus gab einerseits den Juden Recht, ging aber dann noch weiter. Er sprach zu einer Samariterin:
Deswegen kennen Christen keinen heiligen Ort und keine heiligen Zeiten. Vielmehr ist jeder Ort und jede Zeit durch die Gegenwart des Allmächtigen geheiligt. Wir verstehen unser ganzes Leben als eine Pilgerfahrt zum himmlischen Jerusalem.
In der näheren Betrachtung dieser "fünf Säulen" zeigt sich also, dass Jesus keine genauen Regeln zu verschiedenen religiösen Übungen gelehrt hat, dass er uns aber die Liebe gebracht hat, die jedes religiöse Regelwerk sprengt und uns zur vollkommenen Hingabe an den ewigen Gott im Dienst an den Gläubigen führt, hin zu einem Islam, zu einer wahren Ergebenheit in den Willen Gottes, die uns für alle Ewigkeit mit dem Glück der Gemeinschaft mit unserem Schöpfer erfüllen wird. Der Weg, den Jesus uns gezeigt und gelehrt hat, der Weg, der Jesus selber ist, ist der wahre Islam. Wir laden alle Muslime ein, ihn zu gehen, und so wahrhaft Muslime zu werden.
Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, PS: Wenn wir in dieser Abhandlung den Begriff "Christ" verwendet haben, dann sind damit ausschliesslich Menschen gemeint, die mit ihrem ganzen Leben den Weg Jesu gehen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass unsere von Sünden geprägte westliche Konsumgesellschaft auf keinen Fall "christlich" genannt werden darf, und dass auch alle allgemein als "christliche Kirchen" anerkannten Organisationen vom biblischen Christentum weit entfernt sind. FUSSNOTEN1. Zurück Alle Zitate aus dem Qur'an nach: "Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur?an Al-Karim in deutscher Sprache" von Abu-r-Rida? Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul, 9. Auflage 1997 2. Zurück nach http://www.islam-guide.com/de/frm-ch3-16.htm 3. Zurück Dass die Lehre der Dreieinigkeit nicht dem Glauben an den einen und einzigen Gott widerspricht, wird in unserer Abhandlung zu diesem Thema näher ausgeführt. 4. Zurück Der Begriff "erinnern" setzt voraus, dass die "Erinnerten" Augenzeugen Jesu sein mussten. Andere konnte der Geist nicht an die Worte erinnern. Eine Umdeutung dieser Verheißung Jesu auf Muhammad ist dadurch von vornherein ausgeschlossen. 5. Zurück Im Neuen Testament wird der Begriff "Heiliger" nicht im römisch-katholischen Sinn verwendet. Im Neuen Testament werden alle Christen als Heilige bezeichnet, weil jeder, der Jesus nachfolgt, sich von ihm heiligen lässt. |
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