Was-CHRISTEN
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aktualisiert: 2. Februar 2005
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Glaubwürdigkeit der Bibel 3. GLAUBWÜRDIGKEIT DER ÜBERLIEFERUNG DES NEUEN TESTAMENTS 3.1 MÜNDLICHE ÜBERLIEFERUNG Als Kinder unserer Zeit ist es für uns kaum vorstellbar, dass man lange Reden oder Texte im Gedächtnis behalten kann. Da wir durch Medien wie Bücher, TV und Computer jederzeit Informationen abrufen können, sind wir nicht mehr von unserem Gedächtnis abhängig. Das menschliche Gedächtnis ist aber zu außergewöhnlichen Leistungen fähig. Um nur ein Beispiel zu erwähnen:
Die Jünger Jesu hatten ihr Leben auf Grund seiner Verkündigung gänzlich verändert, er wurde für sie zum Mittelpunkt all ihres Handelns. Daraus ergibt sich ihr starkes Interesse, alle seine Worte und Taten in Erinnerung zu behalten und getreu weiter zu geben. Der Mensch behält sich vor allem die Inhalte im Gedächtnis, welchen er seine Aufmerksamkeit und sein Interesse schenkt. Die Jünger waren mit Jesus, den sie als ihren Lehrer ansprachen (z.B. Mk.10,35), etwa zweieinhalb Jahre fast jeden Tag zusammen. Da er sie in seiner Lehre unterwies und sie auch immer bei seinen Reden vor dem Volk anwesend waren, konnten sie sich auf natürliche Weise seine Botschaft einprägen. Die ständige Wiederholung und das Auswendiglernen, was sie von Elternhaus, Synagoge und Schule gewohnt waren, befähigte sie, mündliche Überlieferung zuverlässig zu bewahren. Schon zu Lebzeiten Jesu sandte er die Jünger aus, damit sie den Anbruch des Reiches Gottes verkündigen (Lk.10,1-12). Sie mussten bereits sehr früh das von ihrem Lehrer Erlernte praktisch anwenden. All dies half ihnen später in ihrer Verkündigung, zuverlässig und glaubwürdig von Jesus zu erzählen. 3.2 SCHRIFTLICHE ÜBERLIEFERUNG Bis zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer um 70 n. Chr. wurden alle Schriften des Neuen Testaments verfasst. Da Jesus im Jahre 30 n. Chr. gekreuzigt wurde ergibt sich eine Zeitspanne von nur 40 Jahren. Der Übergang von der mündlichen zur schriftlichen Überlieferung erfolgte in sehr kurzer Zeit. Dies zeugt von der Absicht der ersten Christen, der Nachwelt ein getreues Bild von den Ereignissen rund um Jesus zu vermitteln. Dasselbe Bemühen um korrekte und wortgetreue Überlieferung können wir bei den Personen voraussetzen, die in den folgenden Jahrhunderten das Neue Testament durch Abschreiben vervielfältigten. Die Bibel und hier vor allem das Neue Testament war und ist den Christen die einzige verbindliche Grundlage ihres Glaubens. Die älteste uns erhaltene Handschrift ist der in Ägypten um 1920 gefundene P52 (Papyrus Nr. 52), der einige Verse aus dem Johannesevangelium enthält. Er stammt aus der Zeit um spätestens 125 n. Chr. Eine Reihe von weiteren Papyri stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert, die bereits einen Großteil des Neuen Testaments enthalten. Papyrus war ein Schreibmaterial, das aus den Fasern der Papyruspflanze gewonnen wurde, die im Nildelta in Ägypten wuchs. Aus dem 4. Jahrhundert stammen die ältesten Majuskel-Handschriften, welche gänzlich in griechischen Großbuchstaben geschrieben sind, und bereits alle neutestamentlichen Schriften enthalten. Sie sind auf Pergament geschrieben, einem aus Tierhäuten hergestellten Schreibmaterial. Die bekanntesten davon sind der Codex Vaticanus, Sinaiticus, Ephraemi Rescriptus und Alexandrinus. Etwa um 800 entwickelte sich eine neue Schriftart, die in eher kursiven Kleinbuchstaben gehalten war und Minuskelschrift genannt wird. Die sogenannten Lektionare sind liturgische Bücher, in denen die Texte des Neuen Testamentes in der Reihenfolge enthalten waren, wie sie nach der Ordnung des Kirchenjahrs gelesen werden sollten. Die folgende Tabelle(6) zeigt einen Überblick der Handschriften des Neuen Testaments, wobei die über 19 000 Übersetzungen in andere Sprachen nicht berücksichtigt sind.
Dieser reiche handschriftliche Befund kann am ehesten durch einen Vergleich mit anderen historischen Texten in seiner Bedeutung erkannt werden. Die folgende Zusammenstellung(7) verdeutlicht eindrucksvoll den Unterschied zwischen der Überlieferung des Neuen Testaments und anderen klassischen Werken.
Bruce Metzger, Vorsitzender des Revised Standard Version Bible Comitees und Mitherausgeber des Nestle/Aland Novum Testamentum Graece (Griechische Ausgabe des Neuen Testaments), zog einen Vergleich des Neuen Testaments mit dem am zweitbesten bibliographisch überlieferten Werk, der Ilias: "Die Menge an Manuskripten der neutestamentlichen Schriften ist nahezu beschämend im Vergleich zu anderen antiken Werken. Nach dem Neuen Testament kommt Homers Ilias, das Standardwerk der antiken Griechen. Heute haben wir davon weniger als 650 griechische Manuskripte. Manche sind äußerst fragmentarisch. Die meisten stammen aus dem zweiten und dritten Jahrhundert und aus den nachfolgenden Jahrhunderten. Wenn Sie berücksichtigen, dass Homer wahrscheinlich im achten vorchristlichen Jahrhundert gelebt hat, ist das ein sehr langer Zeitraum." (8) Nach 40jähriger Forschungsarbeit stellte Prof. Kurt Aland, einer der angesehensten Textkritiker des Neuen Testaments und Herausgeber des Nestle/Aland Novum Testamentum Graece, zur Überlieferung des Neuen Testaments fest: "Der Text des Neuen Testaments ist hervorragend überliefert, besser als der jeder anderen Schrift der Antike; die Aussicht, dass sich Handschriften finden, die seinen Text grundlegend verändern, ist gleich Null." (9) Als Christen sind wir Gott sehr dankbar, dass wir so zuverlässige Informationen über Jesus und die ersten Christen haben. Die vielfältigen Zeugnisse für die Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments, sowohl hinsichtlich seiner Abfassung wie auch hinsichtlich seiner Überlieferung, ermuntern dazu, sich stets aufs Neue mit dem Wort Gottes auseinander zu setzen. Wir laden auch dich ein, die Bibel zu lesen, um Jesus kennen zu lernen. Wenn du auch unser Leben als Christen auf Glaubwürdigkeit überprüfen willst, tritt mit uns in Kontakt. Wir freuen uns darauf. INFORMATIONEN ÜBER ALTE HANDSCHRIFTEN UND LINKS ZU FOTOS FUSSNOTEN
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