Was-CHRISTEN
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aktualisiert: 2. Februar 2005
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Glaubwürdigkeit der Bibel 1.4 FÄLSCHUNGSHYPOTHESEN Die Fälschungshypothese der Bibel wird in unterschiedlicher Weise formuliert. Manche behaupten, dass die Jünger Jesu ihren Herrn im Nachhinein idealisiert und glorifiziert haben. Doch ganz im Gegenteil dazu zeichnen sich die Evangelien durch eine sehr nüchterne Darstellung des Wirkens Jesu aus. Sie beschreiben Jesus als einen Menschen mit seinen Empfindungen und Ängsten. Vor seiner Gefangennahme betet Jesus voll Angst und Bestürzung um Kraft, damit er die kommenden Leiden ertragen kann (Mk.14,33-36) - es ist ein jämmerliches Bild von einem Messias, aber naturgetreu und real. Er ist nicht der glorreiche starke Mann, der alles beherrscht und jeder Situation siegessicher entgegenblickt. Andere wiederum stellen die These auf, die Apostel hätten alles erfunden, um dann selbst in einer neuen Bewegung die wichtigsten Positionen oder Ehre und Ruhm zu erhalten. Aber wie kann man das mit der Tatsache vereinbaren, dass die Apostel von Anfang an verfolgt wurden und einige von ihnen ihren Glauben an Jesus mit dem Tod bezahlen mussten? Natürlich können Menschen auf Lügen und falsche Lehren hereinfallen und irregeführt werden, ja sogar bereit sein dafür zu sterben. Hingegen ist kaum jemand bereit, für eigene Sünden zu sterben. Ganz unrealistisch, obwohl vielleicht theoretisch denkbar, wäre der Fall eines grenzenlos hochmütigen Menschen, der sich seine Erfindung und Lüge nicht eingestehen will. Mit solch einer Gesinnung hätten aber die Apostel nicht so negativ über sich selbst geschrieben noch anderen Autoren der Evangelien erlaubt, dies zu tun. Denn gerade die zwölf Apostel werden in den Berichten der Evangelien immer wieder von Jesus wegen ihrer Halsstarrigkeit und ihres Unglaubens ermahnt. Sie werden mit ihren Schwächen, Sünden und ihrem Unverständnis beschrieben. Andere Menschen zu täuschen und zu betrügen setzt sehr negative Motive voraus, was nicht ein ganzes Leben lang verborgen bleiben kann. Seit Beginn des Christentums wird Lüge als schwere Sünde gesehen. Christen sind aufgefordert ein Leben in Ehrlichkeit und Offenheit zu führen und müssen immer hinterfragbar bleiben, worin die Apostel selbstverständlich mit inbegriffen waren. Die Behauptung, die Jünger wollten sich ihre Fehleinschätzung, Jesus sei der Messias und Heiland, der aber schließlich als Geächteter am Kreuz sterben musste, nicht eingestehen und dass sie deshalb seine Auferstehung erfanden, entbehrt jeder Grundlage. Die Erweckung Jesu aus den Toten kam für die Jünger völlig unerwartet und überraschend. Selbst als Jesus ihnen erschien, glaubten sie nicht an ein reales Geschehen, sondern meinten ein Gespenst zu sehen. Man könnte nun einwenden, dies alles wäre nur ein Konstrukt eines geschickten Fälschers. Aber in der Situation der Juden in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts, als die Juden einen politischen Messias erwarteten, war es völlig undenkbar, einen Gekreuzigten als Messias zu verkünden. Kreuzigung war die Strafe für erfolglose Aufständische oder entlaufene Sklaven. Beides ist mit dem Messias unvereinbar. Jesus wollte nie ein politischer Messias sein. Dass er aber der Messias war, nämlich ein geistlicher, hat er durch seine Auferstehung gezeigt. Dieses Umdenken ist sogar seinen Jüngern sehr schwer gefallen. Ebenso geht der hypothetische Gedanke, die Jünger hätten die Auferstehung Jesu erfunden, bei Paulus völlig ins Leere. Der Pharisäer Paulus lehnte das Christentum als eine jüdische Abspaltung ab und verfolgte die Kirche mit großem Eifer. Wahrscheinlich hat er die Berichte der Christen über die Auferstehungserscheinungen Jesu ins Reich der Phantasie verlegt. Aber gerade er wird durch eine Erscheinung des auferstandenen Jesus eines Besseren belehrt und bekehrt sich zum Christentum. Nun versuchen manche Fälschungsbefürworter einen Ausweg darin zu finden, dass Paulus auf Grund seines schlechten Gewissens Christ geworden wäre. Allein psychologisch betrachtet ist diese Auffassung unhaltbar. Der Apostel Paulus hat als Christ unsagbare Entbehrungen auf sich genommen und ist gemäß einer außerbiblischen Überlieferung als Märtyrer gestorben. Er hat als befähigter Pharisäer die Schmach eines Christen (man darf hierbei nicht von der heutigen Situation ausgehen, sondern muss sich in die damalige hineinversetzen) einer glänzenden Laufbahn innerhalb des Judentums bevorzugt - auf Grund eines schlechten Gewissens? Außerdem betont er, alles mit gutem Gewissen getan zu haben (2.Tim.1,3; Apg.23,1). In der Zeit als Christenverfolger dachte er, Gott einen Dienst zu erweisen, konnte dann aber seine geistliche Blindheit erkennen. Die Juden widerstanden den Christen von Anfang an in heftigster Weise. Ohne eine historische Grundlage des Lebens und Wirkens Jesu hätte der Glaube an Jesus Christus als Messias in jüdischer Umgebung nicht überleben können. Die Hypothese einer Fälschung des Neuen Testaments hält weder dem historischen Befund noch einer inneren Logik stand. Es können keine nachvollziehbaren Gründe für die Motivation des oder der Fälscher dargelegt werden. Der Fälscher konnte keine egoistischen Ziele wie besondere Privilegien verfolgen, weil er sich der Lehre Jesu verpflichtet fühlen musste, die alle Selbstsucht, Reichtum, Ehre und Stolz aufs Schärfste ablehnt. Einem Fälscher musste bewusst sein, dass für ihn gilt was Paulus ausdrückt:
1.5 LEHRE DER DREIEINIGKEIT / DREIEINHEIT KANN NICHT EINFACH ERFUNDEN WERDEN Die Dreieinigkeit ist eine von Jesus neu offenbarte Lehre über das Wesen Gottes, wobei er selbst zwar diesen Begriff nicht verwendete, jedoch dessen Inhalt verkündete. Sie wendet sich nicht gegen den Monotheismus der Juden, spricht aber von dem einen Gott als Vater, Sohn und Heiligem Geist, also von einem Gott in drei Personen. Die Juden mussten ihren Glauben an Jahwe als den einzig existierenden Gott und Schöpfer des Universums zeit ihres Bestehens gegen andere Völker verteidigen, er war und ist ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Jeder Versuch diesen Glauben anzutasten wurde von Juden als Sakrileg (3) aufgefasst. Oberflächlich betrachtet scheint das bei der Lehre der Dreieinheit der Fall zu sein. Dies wird auch daran ersichtlich, dass besonders die religiösen Führer der Juden Jesus aufs schärfste ablehnten. Hätte es eine Erlaubnis der römischen Besatzermacht gegeben, hätten sie gleich selbst die Todesstrafe über ihn verhängt, da er sich als göttlich ausgab und ihrer Auffassung gemäß damit Gott lästerte. Die Lehre von dem einen Gott in drei Personen ist nicht einfach eine Weiterentwicklung des jüdischen Glaubens, sondern stellt eine völlig neue zusätzliche Offenbarung zum jüdischen Glauben dar. Die bekanntesten Gelehrten beschäftigten sich über Jahrhunderte hinweg bis jetzt damit, diese Lehre in Worte zu fassen und in ihrer Tiefe zu verstehen. Offensichtlich stößt der Versuch, die Lehre der Dreieinheit gedanklich zu erfassen, an die Grenzen des menschlichen Denkens und Verstehens. Das zeigt die überragende geistige Größe dessen, der diesen Lehrinhalt als Erster verkündet hat. Somit ist die Auffassung, die Jünger Jesu hätten die Lehre der Dreieinigkeit einfach erfunden, um ihrem Meister einen besonderen Anstrich zu verleihen, völlig unhaltbar. Sie ist auch nicht allgemein als Unsinn abgetan worden, sondern hat im Gegenteil immer wieder Erstaunen darüber hervorgerufen, welch tiefe Einsicht in Gottes Wesen die Aussagen Jesu widerspiegeln. Die Autorität und Überzeugungskraft, mit der Jesus als Lehrer auftrat und über Gott sprach, suchen weltweit ihresgleichen. FORTSETZUNG - 2. DAS NEUE TESTAMENT IST GLAUBWÜRDIG, WEIL JESUS GLAUBWÜRDIG IST |
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