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aktualisiert: 2. Februar 2005
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Glaubwürdigkeit der Bibel ausdruckbare Version - download Acrobat ReaderDie Anfänge des Christentums gehen auf das Wirken Jesu Christi zurück, dessen Leben und Botschaft für diese weltverändernde Bewegung zentral sind. Jesus selbst hat als Jude gelebt, aber er hat beansprucht, der im Alten Testament, der Heiligen Schrift der Juden, verheißene Messias und noch darüber hinaus gehend der Sohn Gottes zu sein. Er ruft jeden Menschen zu allen Zeiten auf ihm nachzufolgen. Wir können ihn heute nicht mehr so wie seine Zeitgenossen erleben, aber wir haben das Zeugnis der ersten Jünger, die mit ihm Tag und Nacht zusammen waren. Das Neue Testament enthält diese Augenzeugenberichte und erzählt uns auch über das Leben der ersten Christen. Die Glaubwürdigkeit der Bibel, insbesondere des Neuen Testaments, hat damit grundlegende Bedeutung für das Christsein aber auch für jeden Menschen. Menschen sind oft motiviert, die Bibel zu kritisieren, weil sie von ihr herausgefordert werden. Die Bibel kann das Leben eines Menschen völlig verändern. Obwohl sie immer wieder bis in unsere Zeit falsch interpretiert wurde und häufig von Menschen und Organisationen, die sich christlich nennen, für egoistische Ziele missbraucht wird, soll dies nicht davon abhalten, sich mit ihr auseinander zu setzen und ihren Inhalt und ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen. 1. DAS NEUE TESTAMENT IST WEGEN SEINES INHALTS GLAUBWÜRDIG 1.1 INHALTE DIE EINZIGARTIG BEI JESUS SIND MORAL Die Lehre Jesu hinsichtlich der Moral übersteigt die Lehre jedes Anderen, der als Lehrer der Menschheit auftrat. Ein Beispiel dafür sind die Worte über Ehebruch. Im Matthäusevangelium Kapitel 5 Verse 27-29 sagt Jesus:
Auch im Buddhismus findet man die Lehre, dass jede Begierde zerstört werden soll. Das ist aber sehr allgemein formuliert. Den Buddhisten geht es um eine Auslöschung der gesamten Sensibilität und Persönlichkeit des Menschen ungeachtet einer negativen oder positiven Wertschätzung. Ihr Ziel ist ja die endgültige Auflösung des Menschen im ewigen Nichts, dem Nirwana. So wie in anderen Religionen wird versucht, mit einer bestimmten Methode eine Verbesserung herbei zu führen. Jesus hingegen spricht sehr spezifisch die verborgenen Sünden an und stellt hier Gedankensünden auf eine Ebene mit dem Ehebruch. Damit zeigt er, dass Sünde in den Gedanken beginnt und bereits an diesem Punkt bereut werden muss. Er bringt das Innere des Menschen ans Licht und beurteilt dies mit einer Strenge die ihresgleichen sucht. Seine Aufforderung zur Änderung, auch wenn sie an dieser Bibelstelle natürlich bildlich zu verstehen ist, könnte nicht klarer sein. In jeder Religion findet man mehr oder weniger Lehren über die Moral, weil der Mensch auf Grund seines Gewissens gut und böse unterscheiden kann. Der Maßstab, mit dem Jesus Taten, Worte und Gedanken des Menschen beurteilt, ist einzigartig, weil er das Herz des Menschen offen legt. Er fordert zuallererst eine Änderung der Gesinnung und der Gedanken, wodurch moralisches Handeln möglich wird. Ihm geht es um die Befreiung vom Bösen hin zum Guten, um fähig zu werden, gut zu sein. Weit über Moral und Ethik hinaus fordert Jesus dazu auf, auch die eigenen Feinde zu lieben. FEINDESLIEBE
Im Alten Testament finden wir allerdings nicht nur Worte über die Ablehnung der Feinde, sondern auch Stellen über die Liebe zu Fremdlingen, die unter den Israeliten leben wollten, so wie auch Stellen, Feinden gegenüber gütig zu sein. Jesu Gebot der Feindesliebe hingegen übersteigt alles Bekannte. Die Feinde zu lieben bedeutet mehr als der Verzicht auf Vergeltung und Hass und dem Erweis guter Taten. Sie befähigt dazu, dem stärksten Feind zu vergeben und auch für ihn das Beste zu wollen. Man muss hier beachten, dass Jesus diesen Punkt und auch manches Andere als Erster lehrte. Vieles wurde später von anderen versucht nachzuahmen, um an Jesu Größe anzuschließen. Der letzte Satz des vorigen Bibelzitats drückt die Erwartung Jesu an seine Anhänger aus, so wie der Vater im Himmel vollkommen zu sein. Jesus begnügt sich nicht mit der Auflistung bestimmter Regeln für ein gottgefälliges Leben, sondern fordert jeden Menschen auf, seinen Maßstab am absolut guten Gott auszurichten. Der Anspruch, vollkommen zu sein wie Gott es ist, klingt absurd. Doch man konnte Jesus nicht als Verrückten abtun, dazu war sein Leben und seine Lehre zu nüchtern, realistisch und praktisch.
Jesu Botschaft richtet sich nicht nach menschlichen Maßstäben und verspricht nicht irdische Harmonie und Glück. Sein Anliegen war nicht, politischen oder gesellschaftlichen Frieden zu stiften. Anders als die verschiedenen Weisheitslehrer zeigt er nicht nur einen neuen Weg der Erkenntnis, sondern stellt einen göttlichen Anspruch, selbst die höchste Autorität zu sein, und fordert die bedingungslose Hingabe an ihn. 1.2 WIRKUNG DES NEUEN TESTAMENTS AUF DIE MENSCHHEIT UND AUF DEN EINZELNEN MENSCHEN Das öffentliche Auftreten Jesu bewirkte eine unumkehrbare Spaltung innerhalb des Volkes Israel und in weiterer Folge der gesamten Menschheit. Jesus beanspruchte der vom Alten Testament verheißene Messias und damit Retter der Welt zu sein. Von Beginn an wurden die Anhänger Jesu von Juden verfolgt. Auch in späterer Zeit wurden Christen immer wieder auf Grund ihres Glaubens an Jesus von Gegnern der Wahrheit vertrieben und nach Möglichkeit ermordet. Diese Polarisation ist ein Zeugnis des Einflusses Jesu und seiner Botschaft auf die Menschen nicht nur im 1. Jahrhundert sondern bis zu unserer Zeit. Die Lehre Jesu hat die Welt so wie kein anderes religiöses System verändert. Von Anfang an wurden manche Aussagen Jesu kopiert, manche imitiert oder manche auch unter dem Vorwand seiner Autorität verdreht und in sehr negativer Weise angewandt. Sehr früh bereits entstand ein Scheinchristentum. Auch wenn es in weiterer Folge um dieses Pseudochristentum geht, zeigt dessen Einfluss auf Kultur, Kunst, Wissenschaft und selbst Politik im europäisch-asiatischen Raum und auch auf vielfältige Weise in der ganzen Welt die Bedeutung Jesu und seiner Botschaft. Die Person Jesu übte eine Faszination auf die Menschen aus, die unvergleichlich ist. Ganz Judäa war auf den Füßen, um seinen Worten zu lauschen und seine Wunder zu sehen. Jesus konnte sich des Andrangs der Volksmassen nicht mehr erwehren und musste sich in abgelegene Gebiete zurückziehen. Die Juden, welche sein Wort in ihr Herz aufnahmen und seine Botschaft verstanden, änderten radikal ihr Leben, um Jesus ohne Kompromisse als ihrem Herrn nachzufolgen. Damals wie heute erfahren Menschen, die die Worte Jesu als wahr anerkennen, an ihrem eigenen Leben die Wirkmacht seiner Botschaft. Diese zeichnet sich nicht durch schön formulierte Gedanken aus, sondern sie fordert den Menschen heraus. Jesus will das Herz jedes Menschen erreichen und er ruft jeden dazu auf, den von ihm aufgezeigten Weg zum eigenen Lebensweg zu machen. Seine Erlösung befreit von dem von Sünden geprägten Leben. Die Stimme Jesu verstummt nicht. Seit seinem Tod bis heute sind unzählige Bücher über ihn entstanden. Menschen versuchen immer wieder aufs Neue, seine Botschaft authentisch zu interpretieren und dem historischen Jesus nahe zu kommen. Allein dieser Anspruch, der den Menschen zur Stellungnahme auffordert und von einem Wahrheitssuchenden nicht einfach beiseite geschoben werden kann, spricht für die Glaubwürdigkeit seiner Lehre. 1.3 DAS NEUE TESTAMENT IST HISTORISCH ZUVERLÄSSIG Das Neue Testament gibt mit seinen vier Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen die Zeit des mittleren 1. nachchristlichen Jahrhunderts historisch betrachtet zuverlässig wieder. Sie steht im Einklang mit anderen Quellen jüdischer und römischer Schriftsteller wie zum Beispiel dem Talmud, dem jüdischen Schriftsteller Flavius Josephus und den römischen Historikern Tacitus und Sueton. Geographische, kulturelle und gesellschaftliche Umstände, welche im Neuen Testament beschrieben oder auch nur erwähnt werden, wurden und werden immer wieder durch archäologische Funde eindrucksvoll bestätigt. Ein Beispiel wäre hierzu der im Johannesevangelium (Joh. 9,7) genannte Teich Siloah in Jerusalem. Im Sommer 2004 stieß man bei Arbeiten für eine neue Abwasserleitung auf einige Stufen, deren Alter auf 2400 Jahre geschätzt wird, und auf Überreste des Wasserreservoirs, in das zur Zeit Jesu die Wasser der Gihonquelle durch den Hiskia-Tunnel geleitet wurden. Dieser 525 Meter lange Tunnel wurde von Hiskia, dem König des Südreiches Juda, um etwa 700 v.Chr. erbaut und ist noch heute begehbar. Die Archäologie konnte an Hand dieses Bauwerkes die Angaben des Alten Testaments eindrucksvoll bestätigen. Das schätzungsweise 2500 Quadratmeter große Wasserbecken des Siloah-Teiches diente den Einwohnern von Jerusalem zur Zeit Jesu als Wasserspeicher. Im Putz entdeckten die Archäologen eine Münze aus der Hasmonäerzeit, die etwa 50 Jahre vor Christi Geburt geprägt wurde. Die jüngste Münze im Schutt über den Wasserkanälen wird auf die Zeit kurz vor der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. datiert. Bei der Ausgrabung des Theaters in Cäsarea wurde 1961 eine Inschrift mit dem Titel "Pontius Pilatus Praefectus Judaeae" entdeckt. Damit ist Pilatus als römischer Statthalter der Provinz Judäa nicht nur im Neuen Testament, sondern ebenso in den im Jahr 93 n. Chr. von Flavius Josephus geschriebenen "Jüdischen Altertümern", in den im Jahr 116 n. Chr. von Tacitus verfassten "Annalen" und durch dieses Fundstück bezeugt. Die erstmalig 1905 veröffentlichte Gallio-Inschrift aus Delphi in Griechenland gibt einen Brief des römischen Kaisers Claudius an die Stadt Delphi wieder. Aus den im Präskript(1) angeführten Titeln des Kaisers ergibt sich, dass der Brief am Anfang des Jahres 52 n. Chr. geschrieben wurde. Die in Griechisch verfasste Inschrift erwähnt Gallio als Prokonsul von Achaja und bestätigt damit dieselbe Angabe des Neuen Testaments in der Apostelgeschichte 18,12. Das Neue Testament enthält nicht nur einen sondern vier historische Berichte über das Leben Jesu. Diese Evangelien widersprechen sich in manchen Details. Dies ist aber kein Argument gegen die Glaubwürdigkeit, sondern im Gegenteil ein Argument für die Zuverlässigkeit der Berichte. Für einen Historiker ist eine nicht wörtliche Entsprechung ein starker Hinweis darauf, dass die Berichte nicht verändert oder im Nachhinein harmonisiert wurden. Wenn vier Personen, welche zum Teil selbst Augenzeugen des Geschehens waren, Jesu Worte und Taten niederschrieben, ist es ganz natürlich, dass ihre individuelle Sichtweise auch unter Berücksichtigung der verschiedenen angesprochenen Leser bzw. Hörer in die Berichterstattung einfließt. Besonders Lukas bemühte sich, allem sorgfältig nachzugehen und bringt viele historisch nachweisbare Parallelen. Die Stelle im Lukasevangelium 3,1 mit einer Fülle von geschichtlichen Daten verdeutlicht dies:
überraschenderweise steht hier von zwei Hohenpriestern. Hier handelt es sich nicht um einen Irrtum, sondern Lukas gibt einen historisch interessanten Sachverhalt wieder. Der amtierende Hohenpriester zu jener Zeit war Kaiphas, doch Hannas hatte als bereits abgesetzter Hohenpriester noch immer sehr großen Einfluss. Das bestätigt auch die Apostelgeschichte (Apg. 4,6) und das Johannesevangelium, wo es heißt, dass Jesus nach seiner Gefangennahme nicht zum amtierenden Hohenpriester sondern zuerst zu Hannas geführt wurde (Joh. 18,13). Aus dem Werk "Jüdischer Krieg" des jüdischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus erfahren wir die genaue zeitliche Abfolge der Hohenpriester. Sie stimmt mit dem Zeugnis des Neuen Testaments überein. Die Macht des Hohenpriesters Hannas lange über seine eigene Amtszeit hinaus wird von namhaften Theologen als historisch glaubwürdige Tatsache bestätigt wie z.B. F.F. Bruce, Professor of Biblical Criticism and Exegesis an der Universität von Manchester. (2) Viele solcher Einzelheiten in den Schriften des Neuen Testaments, welche allesamt innerhalb von 40 Jahren nach dem Tod Jesu geschrieben wurden, stärken deren Glaubwürdigkeit. Das Markusevangelium wurde bereits etwa ein Jahrzehnt nach Jesu Tod und Auferstehung verfasst. Augenzeugen Jesu oder Christen der ersten Generation, die in Kontakt mit den Jüngern Jesu waren, sind die Autoren. Damit steht das Neue Testament im Vergleich mit den Schriften anderer Religionen einzigartig da (s. Überlieferung). FORTSETZUNG - 1.4 FÄLSCHUNGSHYPOTHESEN FUSSNOTEN
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