Was-CHRISTEN.-glauben.info..aktualisiert: 21. Juli 2005
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Argumente für die Existenz Gottes

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EINLEITUNG
Einleitung

Warum ist eher etwas als nichts?
Warum existiert unser Universum und warum ist es gerade so wie es ist?
"Something obviously exists now, and something never sprang from nothing." (Epikur)
Kontingenz

Wovon kommt die Ordnung und die Harmonie im Universum?
Ist es vernünftig zu glauben, dass alles nur zufällig entstanden ist und sich entwickelt hat? Was ist das Ende von allem? Ist diese wunderbare Welt ohne jedes Ziel?
Die Ordnung, das Ebenmaß, die Harmonie bezaubern uns... Gott ist lauter Ordnung. Er ist der Urheber der allgemeinen Harmonie.” (Gottfried Wilhelm Leibniz 1646-1716; Mathematiker, Physiker und Philosoph)
Plan

Was ist die Bedeutung des Lebens? – Fröhlichkeit, Sehnsuch nach Erfüllung …
"Der unendliche Abgrund im Menschen kann nur von einem unendlichen und unwandelbaren Gegenstand, das heißt von Gott selbst, ausgefüllt werden." (Blaise Pascal 1623-1662; Mathematiker, Physiker und Philosoph, Gedanken, 225, 1964, Seite 95)
Ziel des Lebens

Warum empfindet der Mensch ein Grundbedürfnis nach Beziehung, welche auf Liebe basiert?
Menschliche Beziehung

Warum gibt es so viel Ungerechtigkeit? Gibt es eine endgültige Gerechtigkeit?
Gerechtigkeit

Wenn das Leben nur ein grausamer Kampf ums Überleben ist, woher kommen gewisse Werte (wie Liebe zur Schönheit und Harmonie)?
Schönheit und Harmonie

Warum gibt es die Moral und das Gewissen?
Moral

Woher hat der Mensch den freien Willen?
Freier Wille

Warum gibt es im Menschen eine grundsätzliche Sehnsucht nach Unendlichkeit und Vollkommenheit?
Sehnsucht nach Unendlichkeit

Warum leben wir, wenn wir einmal sterben müssen? Ist es möglich, dass nach dem Tod nichts mehr kommt?
Wunsch nach Unsterblichkeit

Kann der allgemeine Glaube so vieler Menschen völlig grundlos sein?
Allgemeine Übereinstimmung

Was sagen Wissenschaftler über den menschlichen Geist? Ist der menschliche Geist nur das Resultat der Evolution der Materie?
Sind alle geistigen Prozesse einschließlich des Selbstbewusstseins nur das Resultat biochemischer Reaktionen?
Wissenschaftler über den Geist

Was ist das Ziel der Argumente? Wie gültig sind diese Beweise?
Warum sollen wir uns überhaupt mit Argumenten beschäftigen, wenn Gottes Existenz sowieso nur eine Sache des Glaubens ist?
Gültigkeit und Ziel

EINIGE EINWÄNDE
"Ich glaube nicht an Gott - ein alter Mann mit langem weißem Bart auf einer Wolke sitzend."
Die Wissenschaft widerlegte die Existenz Gottes. Gott wurde durch die Wissenschaft ersetzt und das ergibt eine für alles zufriedenstellende Antwort.”
Ich würde an Gott glauben, zeigte er sich mir”. ”Ich möchte ein Wunder sehen.”
"Wenn ein allmächtiger und liebender Gott existiert, warum gibt es noch das Böse und das Leiden?".
Einwände

SCHLUSSBEMERKUNGEN
Schlussbemerkungen


Argumente für die Existenz Gottes - ZUSAMMENFASSUNG

1. EINLEITUNG

Im Laufe von Jahrhunderten haben sich viele Philosophen und Theologen mit der Frage der Existenz Gottes beschäftigt. Verschiedenste Arten von Argumenten für und wider wurden gesammelt. Dieser Text enthält keine Liste und Beurteilung all dieser Argumente oder endgültige Beweise für Gottes Existenz, aber wir hoffen damit zu helfen, die Gründe für den Glauben oder Unglauben bei sich selbst zu beurteilen.

Viele Menschen würden gerne die Bedeutung des Lebens, Wahrheit und das wunderbare Geheimnis des Menschen oder allgemein die verschiedenen Aspekte der Realität tief verstehen, doch stolpern sie an dem Gedanken der Unvereinbarkeit des Glaubens an Gott mit verstandesgemäßem Denken. Wir würden gerne helfen diese Spannung zu beseitigen und aufzuzeigen, dass der wirkliche Glaube an Gott in Realität kein Zeichen eines Mangels des Denkens ist, sondern im Gegenteil kann jemand, der tief nachdenkt, erkennen, dass das Leben mehr als die vergängliche materielle Welt und die Wahrheit nicht nur eine abstrakte Idee ist.

Eine wichtige Bemerkung für den Anfang:

Die Anerkennung der Existenz Gottes berührt den Menschen in seinem tiefsten Inneren und fordert ihn auf Stellung zu nehmen, denn wer Gottes Existenz akzeptiert, sollte sein ungläubiges und egoistisches Leben völlig aufgeben und der Forderung nach Gottesfurcht entsprechen. Es bedeutet den völligen Verzicht auf seinen Stolz und Macht, welche in der Welt erreicht wurden und es erfordert Demut, die Akzeptanz der eigenen Kleinheit und Schwachheit. Die Argumente können jemanden helfen die Existenz Gottes zu akzeptieren, aber die Gottesfurcht ist eine freie Entscheidung jedes einzelnen, welche durch kein Argument erzwungen werden kann, sie hängt hingegen von der Offenheit und Einstellung des einzelnen ab. Viele Menschen akzeptieren Gott nicht, weil sie ihr Leben nicht ändern wollen. Es muss hier angemerkt werden, dass die Akzeptanz der Existenz Gottes nicht gleichzusetzen ist mit dem Glauben an Gott, welcher bedeutet, mit ihm in täglicher Gemeinschaft und nach seinem Willen zu leben.

2. EINIGE EINWÄNDE

Zuerst werden wir einige häufig vorkommende Gründe nennen, warum die Argumente für die Existenz Gottes nicht für jeden ausreichend interessant oder klar und überzeugend sind.

2.1. Viele Menschen sind von dem primitiven Verständnis Gottes desillusioniert, welches von vielen traditionell religiösen Menschen geglaubt wird, nämlich dass “Gott ein alter Mann mit langem weißem Bart auf einer Wolke sitzt.” Was aber ist das wahre Wesen Gottes an das wir glauben? Siehe ausführlicher: Einwände

2.2. Oft suchen Menschen für die Existenz Gottes nach wissenschaftlichen Beweisen. Kann die Wissenschaft die Existenz oder Nichtexistenz Gottes beweisen? Kann man Gott durch Wissenschaft ersetzen, um auf alles eine ausreichende Antwort zu geben? Siehe ausführlicher: Einwände

2.3. ”Ich würde an Gott glauben, wenn er sich mir zeigte.” Glaubst du wirklich es würde dich zu einem Gläubigen machen, sähest du ein Wunder? Siehe ausführlicher: Einwände

2.4. Viele Menschen glauben nicht an Gott wegen des Problems des Bösen indem sie sagen: ”Wenn ein allmächtiger und liebender Gott existierte, gäbe es weder das Böse noch das Leiden?” Siehe ausführlicher: Einwände

3. VERSCHIEDENE ARGUMENTATIONSWEISEN

Viele verschiedene Arten von Argumenten können formuliert werden, wie zum Beispiel die fünf klassischen Argumente von Thomas von Aquin. Siehe ausführlicher: Verschiedene Argumentationsweisen

In unserer Abhandlung wollen wir nicht zu abstrakte Begriffe oder schwierige philosophische Begründungen verwenden, sondern ausgehend von einigen grundsätzlichen Fragen beginnen, auf welche jeder eine zufriedenstellende Antwort erwartet. Die Frage nach der Existenz Gottes ist keine abstrakte Idee, welche vom menschlichen Denken sehr weit entfernt wäre, sondern ist mit unseren tiefsten grundsätzlichen Fragen bezüglich Existenz und Universum, Leben und Tod, Sünde und Leiden, Gut und Böse verbunden.

Wir werden uns mit folgenden Arten von Begründungen beschäftigen:

3.1. Argument von der Existenz:
- Warum ist eher etwas als nichts?
- Warum existiert unser Universum und warum ist es gerade so wie es ist?
Wir formulieren das selbe Argument auf zwei unterschiedliche Weisen:

3.1.1. Argument von der unabhängigen Existenz. – ”Warum existiere ich?” Wir erleben unsere Existenz als ein Geschenk. In derselben Weise existiert alles in diesem Universum, weil es seine Existenz von etwas oder von jemandem erhalten hat. Wir glauben, dass das Universum von außen zu seiner Existenz gerufen wurde und dass derjenige, der es in die Existenz gerufen hat, unabhängig von allem anderen sein muss. Er muss unveränderlich sein, über Zeit und Raum stehen. Die Bibel spricht in dieser Weise über Gott. Siehe ausführlicher: Existenz

3.1.2. Allgemeines Kausalitätsargument. In unserem alltäglichen Leben sind wir daran gewöhnt für alles einen Grund zu sehen, warum etwas in einer bestimmten Weise oder eben anders geschieht. Warum sollten wir dieses natürliche Erwarten unseres Verstandes aufgeben, wenn wir nach dem letzten Grund der Existenz des gesamten Universums suchen? Dieses muss auch einen ausreichenden Grund haben! Zu glauben das Universum begründete sich selbst ist überhaupt nicht logisch, oder dass es einfach ohne jeden Grund existiert. Seine Ursache muss hingegen jenseits seiner selbst sein. Epikur formulierte das vor langer Zeit folgendermaßen: “Something obviously exists now, and something never sprang from nothing." Siehe ausführlicher: Kontingenz

3.2. Argument vom Plan:
- Wovon kommt die Ordnung und die Harmonie im Universum?
- Ist es vernünftig zu glauben, dass alles nur zufällig entstanden ist und sich entwickelt hat?
- Was ist das Ende von allem? Ist diese wunderbare Welt ohne jedes Ziel?
In der Natur finden wir eine sehr komplexe und gut aufeinander abgestimmte Ordnung, im Universum geschieht alles auf eine so wunderbare Weise, dass es für die harmonischen Strukturen, Leben und Mensch, eine sehr freundliche Umgebung geschaffen hat. Wir finden in der Natur eine erstaunliche Einheit und Übereinstimmung vor. Woher kommt das? Durch die natürliche Evolution? Die natürlichen Phänomene besitzen keine Intelligenz in sich selbst und die Evolution kann sich selbst nicht zu ihrem Ziel führen. Daher ist diese Erklärung nicht glaubwürdig, wir müssen hingegen eine Intelligenz jenseits der Natur annehmen. ”Die Ordnung, das Ebenmaß, die Harmonie bezaubern uns... Gott ist lauter Ordnung. Er ist der Urheber der allgemeinen Harmonie.” (Gottfried Wilhelm Leibniz 1646-1716; Mathematiker, Physiker und Philosoph) Siehe ausführlicher: Plan

3.3. Argumente von der Natur des Menschen:
3.3.1. Was ist die Bedeutung des Lebens? – Fröhlichkeit, Sehnsucht nach Erfüllung …
Jeder Mensch hat einen bestimmten Anspruch das Ziel seines Lebens, Freude, Fröhlichkeit zu finden. Trotzdem versuchen viele Menschen diesen Anspruch zu unterdrücken, aber es scheint, dass die Menschheit auf ganz unterschiedliche Weise nach der Erfüllung sucht. Die Sehnsucht nach Erfüllung ist ein natürliches menschliches Bedürfnis aber sie zu finden ist logisch und praktisch unmöglich wäre nicht etwas oder jemand, welcher diese Fülle in sich selbst besitzt. Siehe ausführlicher: Ziel des Lebens

3.3.2. Das Grundbedürfnis des Menschen nach Beziehung, welches auf Liebe basiert.
Der Mensch ist gemäß seiner Natur ein soziales Wesen und kann keine Erfüllung ohne Offenheit und gegenseitige Liebe zu anderen finden. Andererseits kann er immer seine menschlichen Grenzen sehen: er kann vollkommene Liebe weder bekommen noch geben. Die von jemand anderem erhaltene Liebe hat ihre Grenzen und wird zu Ende sein, wenn wir ihn verlieren. Daher kann das natürliche Bedürfnis des Menschen, ewige Liebe zu erhalten, nur von einem ewigen vollkommenen Wesen erfüllt werden, welches die unerschöpfliche Quelle der Liebe ist. Siehe ausführlicher: Menschliche Beziehung

3.3.3. Warum gibt es so viel Ungerechtigkeit? Gibt es eine endgültige Gerechtigkeit?
Jeder Mensch hat ein natürliches Empfinden von Gerechtigkeit. Wir merken in uns den Wunsch, dass Menschen gerecht behandelt werden. Selbst ein egozentrischer Mensch hat zumindest den Wunsch, dass er selbst gerecht behandelt wird. In unserer Welt gab es immer viel Ungerechtigkeit und es ist nicht realistisch zu denken, dies werde völlig verändert werden. Weiters sind wir nicht zufrieden mit teilweiser Gerechtigkeit, für welche sich Menschen wie Politiker, Humanisten und religiöse Leute abmühen. Wirkliche allumfassende und für jeden gültige Gerechtigkeit kann innerhalb dieser Welt nicht gefunden werden. Ist die Sehnsucht nach Gerechtigkeit also nur eine sinnlose Eigenschaft des Menschen oder weist es nicht vielmehr auf ein transzendentes Wesen hin, welches sie für ewig gewähren kann? Siehe ausführlicher: Gerechtigkeit

3.3.4. Wenn das Leben nur ein grausamer Kampf ums Überleben ist, woher kommen gewisse Werte (wie Liebe zur Schönheit und Harmonie)?
Der Mensch hat einen natürlichen Wunsch nach Schönheit, welche das Vollkommene, das Ideal widerspiegelt. Schön ist was sich dem Ideal oder dem Vollkommenen annähert. Der Rythmus von Proportionen, Linien, Farben und Tönen hat keinen gewöhnlichen materiellen oder biologischen Wert, auch wenn es damit verbunden werden kann, lieben wir es wegen anderer Gründe. Wir freuen uns wenn wir schöne Dinge sehen, weil sie uns der unendlichen Schönheit, die wir ersehnen und lieben, näherbringen. Wir lieben es die wogende See zu sehen, die hohen Berge, weil sie uns an die Größe, Unendlichkeit und Majestät erinnern. Die anziehende Kraft der Schönheit führt uns zu einer unendlichen Quelle, zur Vollendung, welche unsere Sehnsucht nach ihr zu stillen vermag. Siehe ausführlicher: Schönheit und Harmonie

3.3.5. Warum gibt es die Moral und das Gewissen?
Auch wenn sich manche Menschen der Realität eines universellen moralischen Gesetzes nicht bewusst sind oder dies bewusst nicht anerkennen, stimmt im allgemeinen jeder zu, dass einige moralische Grundsätze für unser Leben als Individuen und als Kollektiv notwendig sind. Die Frage ist jetzt, woher sie stammen. Sind sie nur soziale Konventionen oder das Produkt einer historischen Evolution? Wäre das so hätte das moralische Gesetz nicht so eine obligatorische Kraft über uns, es würde uns in vielen Fällen nicht so schwere Gewissensbisse verursachen. Wir sind uns nämlich dessen bewusst, dass wir auf ein vollkommenes übergeordnetes Gesetz, welches uns persönlich richtet, hören sollen. Siehe ausführlicher: Moral

3.3.6. Woher hat der Mensch den freien Willen?
Eines der wichtigsten und wertvollsten Merkmale des Menschen ist der freie Wille. Er wird weder in der materiellen Welt noch unter Tieren gefunden, daher kann er sich auch nicht von dort entwickelt haben, sondern sein Ursprung muss woanders liegen. Persönliche Eigenschaften können sich nicht aus unpersönlichen entwickeln, der Urheber der Intelligenz und des freien Willens aber muss diese Eigenschaften selbst besitzen und auch fähig sein sie weiterzugeben. Siehe ausführlicher: Freier Wille

3.3.7. Warum gibt es im Menschen eine grundsätzliche Sehnsucht nach Unendlichkeit und Vollkommenheit?
Auch wenn sich der Mensch seiner Endlichkeit und Begrenzung bewusst ist (in Zeit, Kraft, Erkenntnis etc.) strebt er durch all seine Aktivitäten danach, seine Grenzen zu überwinden, weil er die Idee der Vollkommenheit und des Absoluten hat. Die geistige Aktivität, intellektuelle Orientierung und Motivation des Menschen gehen über die endliche Welt hinaus und sind auf das Unendliche gerichtet. Diese natürliche Fähigkeit und Streben des Menschen muss ein Objekt haben, welches jenseits der sinnlichen Erfahrung der Realität liegt. Andererseits wäre diese Sehnsucht nach Unendlichkeit ohne Basis. Wie könnte ein Mensch die Endlichkeit und Unvollkommenheit erkennen, existierte nicht das Unendliche und Vollkommene. Siehe ausführlicher: Sehnsucht nach Unendlichkeit

3.3.8. Warum leben wir, wenn wir einmal sterben müssen? Ist es möglich, dass nach dem Tod nichts mehr kommt?
Der Wunsch nach Unsterblichkeit ist mindestens so alt wie die menschliche Zivilisation. Der Glaube an die Existenz nach dem Tod ist mit der Natur des Menschen so eng verbunden, dass wir uns eine reale Basis für diese Tatsache denken können. Siehe ausführlicher: Wunsch nach Unsterblichkeit

3.3.9. Kann der allgemeine Glaube so vieler Menschen völlig grundlos sein?
Die Vorstellung der Existenz einer Art von übergeordneter Autorität – das bedeutet Religiösität – hat nachweislich die Geschichte der Menschheit über Jahrtausende, von der frühesten Zeit bis heute, begleitet. Der Glaube an Gott konnte von vielen radikalen sozialen, kulturellen oder ideologischen Veränderungen weder widerlegt noch abgeschafft werden. Wie konnte eine absolut grundlose und irreale Annahme trotz all dieser Veränderungen überleben? Siehe ausführlicher: Allgemeine Übereinstimmung

3.3.10. Was sagen Wissenschaftler über den menschlichen Geist? Ist der menschliche Geist nur das Resultat der Evolution der Materie?
Einige materialistische Wissenschaftler erklären die höchsten geistigen Prozesse einschließlich des Selbstbewusstseins nur als Resultat von biochemischen Reaktionen. Sie werden Reduktionisten genannt, weil sie die gesamte Realität auf die Ebene von materiellen Prozessen reduzieren. Es gibt aber viele andere Experten der Wissenschaft, welche nicht zu dieser Kategorie gehören, welche sich der Grenzen der Wissenschaft bewusst sind und so wie John C. Eccles, Gewinner des Nobelpreises für Neurologie, über "Wunder und Geheimnis des menschlichen Selbst mit seinen spirituellen Werten, seiner schöpferischen Kraft und der Einzigartigkeit, mit der es jeden einzelnen von uns begabt" (John C. Eccles, Wie das Selbst sein Gehirn steuert, 1994, Seite 255) sprechen. Siehe ausführlicher: Wissenschaftler über den Geist

4. GÜLTIGKEIT UND ZIEL DER ARGUMENTE FÜR GOTT

Warum sollen wir uns überhaupt mit Argumenten beschäftigen, wenn Gottes Existenz sowieso nur eine Sache des Glaubens ist?
Wie gültig sind diese Beweise?
Wir behaupten nicht, dass die Existenz Gottes mathematisch bewiesen oder demonstriert werden kann, aber ”man kann die Existenz an Hand der geschaffenen Dinge mit Sicherheit durch das natürliche Licht des menschlichen Verstandes erkennen”.

Was ist das Ziel der Argumente?
Wir müssen unseren Glauben nicht auf wissenschaftliche oder metaphysische Erkenntnisse aufbauen, aber wir sollen nicht aufgeben, unseren Vestand und intelligente Kraft für die Suche nach Antworten bezüglich der Existenz und des Wesens unseres Schöpfers zu gebrauchen. Wir müssen rationale Erklärungen verwenden, um zu verstehen, dass unser Glaube nicht im Widerspruch mit der wissenschaftlichen oder philosophischen Annäherung derselben Realität steht. Siehe ausführlicher: Gültigkeit und Ziel

5. SCHLUSSBEMERKUNGEN

Wir haben einige Beispiele erwähnt um zu zeigen, dass die Frage nach Gottes Existenz nicht so einfach beiseite geschoben werden kann und dass die Vorstellung seiner Existenz nicht im Widerspruch zum menschlichen Verstand steht, sondern zu unseren Gedanken, unserer Natur und was wir um uns und in unserem Leben sehen eher gut passt.

In den meisten Fällen ist das größte Hindernis Gott zu akzeptieren nicht ein Mangel an Argumenten, sondern die Angst vor der Konfrontation mit seinen Konsequenzen. Das sollte aber gerade nicht so sein; wenn jemand Gott akzeptiert, sollte er wissen, dass Er ein liebender Gott ist und alles Gute von ihm kommt. Daher sollte niemand, der nach der Wahrheit sucht, Angst sondern Vertrauen haben, dass Gott auf die beste Weise weiß, was gut für alle Menschen ist. Die Erfüllung des Lebens kann man nur in Ihm finden.

"Was offenbart uns nun diese Gier und diese Ohnmacht, wenn nicht dies, dass es einst im Menschen ein wahrhaftes Glück gegeben hat, von dem ihm jetzt nur ein Zeichen und eine ganz leere Spur verbleibt, die er sinnlos mit allem auszufüllen versucht, was ihn umgibt, indem er bei den abwesenden Dingen die Hilfe sucht, die er von den gegenwärtigen nicht erhält, die aber alle unfähig sind, ihm zu helfen, weil der unendliche Abgrund nur von einem unendlichen und unwandelbaren Gegenstand, das heißt von Gott selbst, ausgefüllt werden kann." (Blaise Pascal 1623-1662; Mathematiker, Physiker und Philosoph, Gedanken, 225, 1964, Seite 95)

"Ein wenig Philosophie führt zu Atheismus, aber tiefe Philosophie bringt den Menschen wieder zu Gott." (Francis Bacon 1561-1626; Philosoph, Naturwissenschaftler und Staatsmann)

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." (Werner Heisenberg 1901-1976; Physiker, Nobelpreisträger 1932)

"Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum erstenmal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. - Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat diese kaum begriffen..." (Albert Einstein 1879-1955; Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger 1921)

"There are few people so stubborn in their atheism who, when danger is pressing in, will not acknowledge the divine power." (Plato)

Siehe ausführlicher: Schlussfolgerungen

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