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aktualisiert: 28.10.2009
Himmlische Hoffnung der Christenausdruckbare Version - download Acrobat ReaderUNTERSTÜTZT DIE BIBEL DIE TRENNUNG DER CHRISTEN IN ZWEI KLASSEN?
Jesus sagt, dass die wichtigsten Zeichen, woran die Welt seine Nachfolger erkennen wird, Liebe und Einheit sind. Die vollkommene Einheit, für die Jesus auch betete, wird im Leben hier schon Wirklichkeit und reicht bis in die Ewigkeit. Gott, der so sehr die Einheit seiner Kinder will, schenkt diese Verheißung allen, die an ihn glauben: ewiges Leben in tiefer Gemeinschaft mit ihm im Himmel1. Das Ziel des Kommens Jesu war "... das zu suchen, was verloren ist" (Lukas 19,10). Aufgrund unserer Sünden waren wir entfernt von Gott, unserem Schöpfer - wie Fremde2, wir waren seine Feinde3. Jesus hat die Sünde überwunden4, vergab uns und versöhnte uns mit Gott5, schenkte uns ein neues Leben6 und machte uns zu Söhnen und Töchtern. Deshalb können wir Gott unseren Vater nennen7 und in ewiger Gemeinschaft mit ihm, mit Jesus und allen sein, die ihn lieben. Alle, die Jesus dienen, werden dort sein, wo er ist.
Wenn man den Zusammenhang betrachtet sieht man, dass Jesus sowohl über das bevorstehende Leiden und dessen Frucht, als auch über den Gehorsam spricht. Die Frucht besteht darin, dass er denen, die ihm gehorchen wollen, Erlösung schenkt. Der Vergleich mit dem Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, zeigt die Bereitschaft, die Jesus von uns erwartet, unser Leben ihm zu geben. Dabei geht es nicht in erster Linie um den körperlichen Aspekt (zu sterben), sondern nicht für sich selbst zu leben. Wer das tut, empfängt die Verheißung, dass er für immer mit ihm zusammen sein wird; jeder, der Teilhaber an den Leiden Christi ist, wird auch Teilhaber an seiner Verherrlichung sein. Dieser Gedanke ist auch im 2. Timotheusbrief und im Johannesevangelium zu finden, wo steht:
Jesus ermuntert seine Jünger, ihm zu vertrauen. Er weiß, dass der Grund seines Kommens der ist, dass er uns den Weg zum Vater zeige und eine Stätte bereite, um uns mit ihm in die himmlische Herrlichkeit - in die ewige Gemeinschaft mit ihm und den Vater zu nehmen. Seine Aussage, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, macht deutlich, dass er das Ziel und der Weg für ALLE ist, die ihm folgen wollen. Trotz dieser klaren Worte Jesu lehren die Zeugen Jehovahs, dass es zwei Gruppen von Christen gäbe, die unterschiedliche Hoffnungen haben - die eine (bestehend aus 144000 Erwählten) hat himmlische Hoffnung, die zweite (die Masse) hat irdische Hoffnung. Es ist nur möglich, die Bibel so zu interpretieren, indem man die klaren Worte Jesu und der Apostel ignoriert. Außer den oben genannten Worten Jesu (in denen Jesus klar ausdrückt, dass ALLE, die ihm dienen und ALLE, die an die Worte der Apostel glauben, mit ihm ZUSAMMEN sein und seine Herrlichkeit in ihrer Fülle schauen und sich mit ihm freuen werden)8, gibt es noch viele andere Stellen im Neuen Testament, die über die himmlische Hoffnung sprechen, die Christen haben9. Zeugen Jehovas behaupten, dass diese Stellen sich auf die 144000 Erwählten bezögen oder meinen, dass es "hier einfach um die ersten Christen ginge". Bevor wir aber weitergehen, wollen wir vorerst noch eine ihrer wichtigsten Stellen, eine Säule ihrer Lehre, genauer untersuchen:
Entsprechend ihrer Sicht spricht diese Stelle über die 144000 Erwählten, die die "kleine Herde" bilden. Zusätzlich "gibt ihnen" diese Stelle die Argumentationsgrundlage, von ihren Mitgliedern unbedingten Gehorsam (ohne Hinterfragung) unter die Wachturmgesellschaft zu fordern, da es der "treue Verwalter bzw. Sklave (Matthäus 24,45)" ist, der "den anderen Sklaven Speise gibt zur rechten Zeit". In Wirklichkeit ist es nicht möglich, diese Interpretation von Jesu Worten abzuleiten - im Gegenteil. Wenn wir uns Lukas 12,32 im Zusammenhang anschauen, ist es offensichtlich, dass Jesus seine Worte nicht an eine spezielle Gruppe seiner Nachfolger richtete. Jesus ermunterte seine Jünger in einer Weise, die alle Gläubigen zu allen Zeiten stärken soll. Die Herde ist klein, nicht weil sie aus 144000 besteht, sondern es nur wenige sind, die den schmalen Weg gehen wollen.10 Wir sind alle Brüder, Kinder des selben Vaters, niemand soll gering geschätzt oder verehrt werden. Das ist ein weiteres zentrales Thema der Lehre Jesu.11 In Gleichnissen sollen wir nicht versuchen, jedem Detail einen Bezug zur Wirklichkeit zu geben, da in einer bildlichen Ausdrucksweise nur bestimmte Anschauungen verdeutlicht werden sollen. Dieses Gleichnis (Lukas 12,36-40) hat einen ähnlichen Inhalt wie das vorangegangene. Jesus erzählte viele Gleichnisse, in denen es um Wachsamkeit ging, weil er uns bewusst machen wollte, dass wir nur durch das Ausharren im Guten und in dem beständigen Gehorsam ihm gegenüber am Ziel ankommen werden. Ein zusätzlicher Aspekt, der in diesem Gleichnis ausgedrückt wird, ist in den Versen 47-48 zusammengefasst. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, entsprechend der Verantwortung, die er bekommen hat: die, die den Willen Gottes kennen - die Christen ebenso wie die, die Gottes Willen nicht kennen - die Heiden. Dieser Gedanke könnte eine Antwort auf die Frage von Petrus in Lukas 12,41 sein. Jesus wollte ihm bewusst machen, dass jeder wachsam sein soll, wie er sein Leben führt, unabhängig seines Erkenntnisstandes oder seiner Verantwortung. Um in unseren Untersuchungen fortfahren zu können, sollten wir uns zwei Fragen genauer anschauen: 1. BEZIEHEN SICH DIE VERHEISSUNGEN IM NEUEN TESTAMENT NUR AUF DIE ERSTEN CHRISTEN ODER AUF ALLE CHRISTEN ZU ALLEN ZEITEN?Jesus kam, um alle Menschen zu retten, all die zu rufen, die sich nach Gottes Herrlichkeit sehnen. Deshalb können wir klar sagen, dass das Neue Testament nicht nur für die ersten Christen oder für die 144000 Erwählten geschrieben wurde. Die Inhalte der Verheißungen beziehen sich auf ALLE Christen zu ALLEN ZEITEN. Diese Tatsache ist klar aus einigen Stellen ersichtlich: Der Apostel Johannes schreibt über das Kommen Jesu in diese Welt:
Jesus kam nicht nur für seine Generation, sondern für jeden (was sogar die Zeugen Jehovas als Tatsache akzeptieren). Deshalb ist die Aussage von Johannes: "so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden" für ALLE, die an ihn glauben, gültig. In Römer 8,12-17 können wir sehen, dass die Kinder Gottes vom Geist Gottes geleitet werden und Erben Gottes und Miterben Christi sind. Ist es nicht all zu deutlich, dass die Miterben Christi mit ihm im Himmel sein werden?
In ähnlicher Weise werden Christen "der Same Abrahams", "Erben der Verheißung", "Kinder Gottes", "der Tempel Gottes" und "das neue Israel" (Galater 3,6-7.16.29; Epheser 2,11-23, 3,6-7; Römer 8,17; 1.Korinther 3,16-17, usw.) genannt. Zeugen Jehovas behaupten, dass all diese Stellen sich nur auf die ersten Christen bzw. die 144000 Erwählten beziehen.12 Im Fall von Römer 8,17 können wir klar erkennen, dass dieser Argumentation jede Grundlage fehlt. Paulus spricht in Galater 3 über die Identität der Söhne (oder des Samens) Abrahams:
Er sagt, dass die Söhne Abrahams ALLE Gläubigen sind (Vers 6-7), weil sie dem Glauben Abrahams folgen. Wir können von Vers 9 schlussfolgern, dass sie zusammen mit Abraham gesegnet werden. Sie sind Söhne Gottes durch ihren Glauben an Christus (Vers 26) und ERBEN ENTSPRECHEND DER VERHEISSUNG (Vers 29). Ihr Glaube versichert ihnen ihr Erbe. (Vers 26-29).
Deshalb erbt Abraham (entsprechend der Lehre der Zeugen Jehovas ist er Erbe der irdischen Hoffnung) die gleichen Segnungen wie auch all jene, die an Jesus glauben, die Kinder Gottes und Erben der himmlischen Hoffnung sind.13 2. GIBT ES GLÄUBIGE, DIE NICHT IN DEN HIMMEL KOMMEN? WIE SOLL MAN DAS IN BEZUG AUF DIE GLÄUBIGEN IM ALTEN TESTAMENT SEHEN?2.1. Die Einheit aller GläubigenUm mit dieser Frage richtig umgehen zu können, sollten wir zuerst abklären, was das Neue Testament über die Einheit ALLER Gläubigen sagt. Wir erwähnten bereits im ersten Teil eine Textstelle (dass alle Gläubigen zusammen mit Abraham gesegnet werden) und möchten jetzt noch andere Stellen hinzufügen: Lukas 13,25-29 spricht klar davon, dass Abraham, Isaak, Jakob und alle Propheten mit allen Geretteten zusammen im Reich Gottes sind.
Jesus beantwortet hier die Frage nach der Anzahl derer, die gerettet werden. Er zeigt, wie ernst wir den Kampf nehmen sollen, nicht nur sein Wort zu hören, sondern auch danach zu handeln. Er spricht nur von zwei Gruppen von Menschen: die, die gerettet und die, die nicht gerettet werden. Die Geretteten werden zusammen im Reich Gottes sein. Die Erwähnung der verschiedenen Himmelsrichtungen ist ein Ausdruck dafür, dass Menschen von überall kommen werden, um Gott zu verherrlichen. Dies macht den starken Gegensatz zu denen, die Jesus zu seinen Lebzeiten ablehnten, deutlich. In Gottes Reich werden auch all diejenigen sein, die Jesus noch annehmen werden. Die Gläubigen zur Zeit des Neuen Testaments - auch aus der Sicht der Zeugen Jehovas - haben himmlische Hoffnung.14 Gerade durch diese Stelle wird klar, dass sie sich der gleichen Gemeinschaft mit Gott erfreuen werden wie Abraham und die Propheten.15 Auch im Brief an die Hebräer wird ausgedrückt, dass Gott dieselbe Gabe, dieselbe Vollendung allen Gläubigen bereitet hat, für die, die z.Z. des Alten Testaments gelebt haben genauso wie für diejenigen z.Z. des Neuen (Hebräer 11,8-10.16.39-40).16 Wenn man diese Stelle so verstehen will, dass Menschen zur Zeit des Alten Testaments von der himmlischen Hoffnung ausgeschlossen waren, dann muss man den Text völlig aus dem Zusammenhang reißen. Wenn Zeugen Jehovas behaupten (im Widerspruch zu diesen klaren Aussagen), dass die Gläubigen zur Zeit des Alten Testaments und ein großer Teil der Gläubigen des Neuen Bundes eine andere - eine irdische Hoffnung - haben, dann sollten sie auch klare Stellen dazu anführen können. Wir wollen uns nun einige Texte anschauen, die für diesen Zweck von ihnen missinterpretiert werden.17 2.2. Gibt es Gläubige, die nicht in den Himmel kommen?Der Ausgangspunkt ihres Gedankenganges ist die Überlegung, dass es Gläubige gibt, die nicht im Himmel sein werden. Sie bauen diese Argumentation hauptsächlich auf Johannes 3,13 auf, in dem sie annehmen, dass bis zum Zeitpunkt, als Jesus das sagte, niemand in den Himmel gegangen sei. Daher gehen sie davon aus, dass Gläubige vor Jesus nicht im Himmel sind, sondern eine irdische Hoffnung hatten. Um den Text richtig zu verstehen, ist es notwendig, die Verse in ihrem Zusammenhang zu betrachten.
Es wird betont, dass niemand von denen, die auf der Erde leben, in den Himmel gegangen ist (in der Weise, wie es Jesus tat), deshalb kann auch niemand das offenbaren, was Jesus offenbarte.18 Er ist der einzige mit einem himmlischen Ursprung, der von der Gegenwart des Vaters kam und die Erkenntnis und Autorität hatte, von den himmlischen Dingen zu reden und uns dorthin einzuladen. Jesus hatte sicher nicht beabsichtigt, über das Schicksal der Toten zu sprechen. Der gleiche Gedanke wird auch später im Kapitel 3 ausgedrückt:
Zusätzlich argumentieren die Zeugen Jehovas mit einzelnen bedeutenden Personen aus dem Alten Testament, um zu behaupten, dass diese Menschen weder im Himmel sind noch je sein werden19: a) David (Apostelgeschichte 2,34 "Denn nicht David ist in die Himmel aufgefahren...) Es ist auch hier sehr notwendig, den Zusammenhang genau anzuschauen, um zur richtigen Auslegung zu kommen.
Petrus möchte beweisen, dass Jesu Auferstehung im Alten Testament vorhergesagt wurde und diese Prophetie nicht durch David erfüllt werden konnte, da er nicht in gleicher Weise wie Jesus auferstand. Jesu Leib verblieb nicht im Grab. Dieser Gegensatz zwischen ihnen soll durch die Auferstehung Jesu verdeutlicht werden. Petrus möchte aber keine Aussage darüber treffen, wo David in Ewigkeit ist. b) Hiob (Hiob 14,7-15)
Hiob 14,7-15 drückt die hoffnungslosen Gedanken eines Mannes im Leiden aus. Wenn diese Stelle angeführt wird, um zu begründen, dass Hiob keine himmlische Hoffnung hatte, dann ist das nicht gerechtfertigt, da sich Hiob mit der Frage nach der himmlischen bzw. irdischen Hoffnung nicht auseinander setzte. Er spricht in einer Weise, als ob es keine Auferstehung der Toten, keine Hoffnung gäbe (auch keine irdische Hoffnung), später sehen wir aber deutlich (siehe Hiob 19,25-27), dass er die Erkenntnis hatte, dass der Zerfall des irdischen Körpers nicht das Ende der Existenz des Menschen ist. c) Johannes der Täufer (Matthäus 11,11-12)
Jesus wollte den Menschen zeigen, dass die Gute Nachricht, die er predigt einen höheren geistlichen Wert hat als alles, was es z.Z. des Alten Testaments gab. Er drückte in bildhafter Weise aus, dass zwar Johannes der Täufer der größte unter den Propheten war, er dennoch in die Zeitepoche des Alten Testaments gehört (er war der letzte Prophet des Alten Testaments). Deshalb wird jeder im Reich Gottes (alle, die in der Zeit der Predigt der Guten Botschaft leben - die Zeit des Neuen Testaments) größer sein als er, da sie die Erlösung Jesu kennen.20 In gleicher Weise - durch das Schauen auf den Zusammenhang - ist es möglich, auch den Missbrauch der anderen Stellen aufzudecken.21 3. IST DIE VERHEISSUNG 'DAS LAND ZU ERBEN' EINER ANDEREN GRUPPE VON GLÄUBIGEN GEGEBEN?Oft hört man von Zeugen Jehovas das Argument, dass die Bibel von der Verheißung derer spricht, die "das Land erben" werden und diese Menschen deshalb zu einer anderen Gruppe von Gläubigen gehören müssen. Ist das wirklich der Fall? Jesus sprach in der Bergpredigt über diese Verheißung:
Alle Segnungen: "das Land zu erben", "das Reich der Himmel zu erhalten", "gesättigt zu werden", "Barmherzigkeit zu erlangen", "Gott zu schauen", "Kinder Gottes zu werden" drücken die tiefe Freude und das Erfüllt sein aus, das Gott denen verheißen hat, die ihn aus reinem Herzen suchen. Alle "Bedingungen", die hier beschrieben werden, um die Segnungen zu ererben: "arm sein im Geiste", "Barmherzigkeit", "Sanftmütigkeit", "Hunger und Durst nach Gerechtigkeit" beschreiben das ehrliche, tiefe Verlangen nach der Beziehung mit Gott. Es ist unmöglich, diese Eigenschaften zwei Gruppen von Gläubigen oder Segnungen zu zuordnen. 4. UNTERSTUETZEN OFFENBARUNG 7 UND 14 DIE ZWEI-KLASSEN-
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