Alles ganz natürlich – Natürlich ohne Gott! Oder?

Schau ich genau auf die Natur,
kann ich einfach staunen nur
wie alles so zustande kam,
und das auch noch ganz ohne Plan…

Der Mond zeigt uns sein Angesicht,
warum verschiebt sich das bloß nicht?
Die Phasen sind schön anzuseh‘n
wie sie so kommen und vergeh‘n.
Er ist ein ständiger Begleiter,
mal etwas näher und mal weiter,
ist deutlich kleiner als die Erde,
doch groß genug, dieser Gefährte,
denn grad in dieser Proportion,
hält er stabil der Erde Rotation.

Dazu rasen wir ganz schnell
um die Sonn‘, des Lichtes Quell
die erst ermöglicht dieses Leben,
auch unser Tun und alles Streben.
Der Zufall hat’s so eingestellt,
dass wir hier auf dieser Welt
nicht vereisen noch verbrennen,
das muss ich einfach prima nennen.
Der Erd‘ Magnetfeld ward installiert,
und so der Zellen Leben garantiert.
Sonnenstrahlen eilen durch die Leere
und zieh‘n das Wasser aus dem Meere.
Damit den Dampf wir nicht verlieren,
lässt die Luft ihn kondensieren,
schickt ihn per Wolken über’s Land,
und – gesteuert wie von kluger Hand –
fällt Hagel, Schnee und Regen,
macht Felder fruchtbar – so ein Segen.
Dies geschieht durch Gravitation,
welch eine große Sensation,
dass wir zählen können auf diese Kraft!
Wie hat die Materie das nur geschafft?

Und dann die Blumen – diese Pracht,
hat sich der Zufall sehr schön ausgedacht.
Die Bienen in ihrem großen Fleiße
finden stets die Einflugschneise,
denn der Blüten Duft und Design
lädt solche Helfer gerne ein.
Auf diese ganz geniale Weise
kommt das Insekt zu seiner Speise.
Und sieh` da: Blütenstaub klebt schon
– welch geschickte Mutation! –
an den Härchen auf dem Rücken
und nun fliegt sie mit Entzücken
beladen mit den guten Pollen
dorthin wo sie abgeliefert werden sollen.
Nach dem Ausflug kehrt sie zurück
zu den Ihren in die Honigfabrik.
Aus Nektar werden auch noch Wachs und Waben!
Wo die das wohl erlernet haben,
Sechsecke so zu konstruieren,
dass sie dabei nicht Platz verlieren?
Auch wissen diese ganz genau,
wer Mann soll werden und wer Frau.

Nicht nur hier denk ich dabei:
„War nun die Henne erst oder doch das Ei?“

Ist das Fell des Eisbärs erst geworden
als er hochzog in den Norden?
Dacht‘ er dann: „Ich will nicht frieren
– also muss ich mich gut isolieren.
Brauch‘ viele Haar, die innen hohl,
dann fühl‘ ich mich bestimmt ganz wohl.
Dazu ’ne Fettschicht, nicht zu knapp,
sonst mache ich im Wasser schlapp,
dort muss ich manchmal lange bleiben,
wenn die Schollen auseinander treiben“?
Oder war er vorher schon so ausgestattet,
und dann, vor Hitze ganz ermattet,
entschloss er sich dahin zu ziehen,
wo and‘re vor der Kälte fliehen?

Und weiter, wenn ich dächte
an den ersten aller Spechte
musste der nach ersten Klopfversuchen,
dringend nach ’ner Lösung suchen?
Statt mit Würmern gut gefüttert
war wohl das Gehirn erschüttert?
Doch ganz natürlich und unkompliziert,
wurden Teile so modifiziert
dass der Schlag, gut ausgeführt,
nun von Muskeln absorbiert.
Täglich viel Tausend mal schlägt er zu,
das Gehirn, das bleibt in Ruh.
Nie berührt es die Schädeldecke,
wackelt nicht von einer in die andere Ecke.
So geschützt vor schlimmen Schmerzen,
dacht‘ er wohl in seinem Herzen:
„Es würde mir bestimmt gut nützen,
mich beim Hämmern abzustützen.
Schwanzfedern brauch ich, lang und stabil,
mit einem extra starken Kiel.
Denn ich muss mich darum kümmern
schöne Wohnungen zu zimmern“?

So kann ich’s wirklich kaum versteh‘n,
warum all dieses ist gescheh‘n?

Wieso ist die Kreuzspinne so schlau,
und weiß schon vorher ganz genau
dass sie ein schön‘ Rad muss weben,
worinnen and`re bleiben kleben?
Wohlüberlegt bei jedem Tritt
geht sie vor, Schritt für Schritt
Ihre Drüsen mischen keck
jeden Faden zu seinem Zweck
Erst ein Gerüst, dann die Hilfsspirale,
dann wechselt sie mit einem Male
dass Klebefäden werden produziert,
ja, so ist sie programmiert.
Sie weiß genau wie sie soll weben,
wer hat ihr das bloß eingegeben?
Zudem ist dieses Material
viel besser als der beste Stahl.
Neidisch fragen Krupp und Thyssen:
„Das möchten wir schon gerne wissen,
wer erfunden diesen Schatz?
Der kriegt bei uns ’nen Arbeitsplatz“.
Nur aus Proteinen wird das hergestellt
und setzt in Erstaunen alle Welt.
Nach Verwendung – um’s nicht zu vergessen
– wird das Radnetz aufgefressen.
Die Spinne zeigt uns also schon
Recycling in höchster Perfektion.

Und welches Wesen man auch findet,
es scheint, wenn man`s genau ergründet,
bis in`s letzte Teil durchdacht,
als hätt`es jemand so gemacht.

Jedoch – durch Forschergeist, Vernunft, Verstand
haben wir ja längst erkannt,
dass über uns rein niemand steht
und dass, wenn`s Leben mal zu Ende geht,
wir vergeh`n gleich aller Kreatur,
denn wir sind Materie nur.

Es gibt zwar ein paar Leute,
die denken selbst noch heute,
das alles hätt‘ ein Gott gemacht
und sich in uns‘rem Fall gedacht:
„Den Menschen geb ich ein Gewissen,
dass sie mich stets vor sich wissen.
In Geradheit soll`n sie wandeln,
in Gerechtigkeit und Liebe handeln.
Tun sie Böses, soll‘n sie sich nicht scheuen,
diese Dinge tief zu bereuen.
Denn ich will ihnen nach diesem Leben
noch etwas viel Bess‘res geben.
Was sie sehen in der Natur ist
im Vergleich ein Schatten nur.
Doch wenn sie hören auf mich nicht,
dann gibt’s für sie nur noch Gericht.
Denn wer da will nicht mit mir sein,
den zwing‘ ich nicht zum Fest hinein.
Dies alles ließ ich ihnen sagen,
durch meinen Sohn – in jenen Tagen.
Und wie heut‘ war’s auch zu jener Zeit,
die meisten war‘n zur Umkehr nicht bereit.
Sie folgten lieber ihren eignen Träumen
und ließen Jesus aus dem Wege räumen.
Doch zum Zeugnis für seine Lieben
ist er nicht im Tod geblieben.
So kehrt doch um, ihr armen Sünder,
damit ihr werdet meine Kinder!“

Das alles klingt mir nach Entsagung
und ist ’ne schwere Hinterfragung
dessen, was ich bisher dachte,
wie der Zufall alles machte.
So ist es wirklich sehr bequem:
Man kann durch’s Leben einfach gehn,
ohne ständig sich zu fragen:
„Was würde Gott jetzt dazu sagen?“
Besser also, uns hat nicht Gott erdacht,
und nichts ist wirklich bös, was ich gemacht.
und ich kann sein mein eigner Herr
bis ich einst existier‘ nicht mehr.
Mein Glaube lautet daher schlicht:
„Ich hoffe den Gott gibt’s wirklich nicht“.

* * * * *

Komplexität und Zweckmäßigkeit in der Natur versetzen uns nicht nur ins Staunen, sondern bestätigen für uns als gläubige Menschen, was wir durch unser Gewissen und in unserem Herzen erkennen können: Gott ist der Ursprung aller Dinge und steht weit über allem. Wie aus anderen Beiträgen auf dieser Seite ersichtlich ist, sehen wir keinen Widerspruch zwischen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis des Menschen und dem Glauben an einen personalen Gott, wie ihn Jesus Christus verkündigt hat. Jedoch müssen wir klar festhalten, dass sich weder Atheismus noch Theismus naturwissenschaftlich begründen lassen, weshalb wir auch alle kreationistischen Lehren ablehnen.

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